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Stefanie Heinzmann beim Brückenfest : Soul-Röhre trifft Traumschiff

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Stefanie Heinzmann begeisterte ihre Fans auch im Regen. Überraschungsgast beim Konzert war eine lautstarke „AidaCara“.

von
erstellt am 16.Sep.2013 | 00:33 Uhr

Das Rendsburger Publikum ist nicht gerade für sein überschäumendes Temperament bekannt. Aber es ist hart im Nehmen und hat Durchhaltevermögen. Und so hatten sich am Sonnabend gegen 21.30 Uhr trotz des unangenehmen Nieselregens einige Hundert Fans vor der NDR-Bühne im Kreishafen versammelt, um den Auftritte der Pop- und Soulsängerin Stefanie Heinzmann zu erleben. Der Platz war nicht gefüllt, aber immerhin gut besetzt – und das war angesichts des Wetters schon ein Erfolg.

Die 24-jährige Sängerin, die durch eine Castingshow bekannt geworden war, gab sich alle Mühe, das Publikum in Stimmung zu bringen: „Hallo Rendsburg“, rief sie in die Menge, von der sie aus ihrer erhöhten Bühnenposition wahrscheinlich in erster Linie Regenschirme sah. „Seid ihr gut drauf?“ Ein Mann, der etwas weiter hinten in einer Pfütze stand, antwortete mit einem trockenen „Nee“.

Seine Stimmung wird sich im Laufe der Zeit gebessert haben: Stefanie Heinzmann und ihre Musiker boten eine tolle und stimmungsvolle Vorstellung. Man hätte sie auch als mitreißend bezeichnen können – wenn sich die Rendsburger hätten mitreißen lassen. Mitsingen, die Hände in Takt heben oder gar tanzen? Das klappte trotz mehrfacher Aufforderung nicht wirklich.

Stefanie Heinzmann ist Profi genug, um sie davon nicht beeindrucken zu lassen – es gab allerdings eine Situation, in der sie fassungslos war. Nach rund 20 Minuten Programm schob sich plötzlich eine riesige Lichterwand auf dem Kanal vorbei. Es war die „AidaCara“, deren mächtiges Typhon die Musik mühelos übertönte. „Ein Schiff, eine riesiges Schiff“, stammelte die Schweizerin, die eine solche Konzert-Unterbrechung wohl noch nie erlebt hatte. Sie fasste sich allerdings erstaunlich schnell: Sie wandte sich an die zusätzlichen Zuschauer auf dem Schiff und forderte sie zum Mitmachen auf. Ob das klappte, ließ sich aus der Entfernung nicht feststellen.

Das Konzert war der positive Höhepunkt eines verregneten Sonnabend. Am Nachmittag hatten die Drachenboot-Besatzungen für viel Trubel am Hafen gesorgt. Die teils sehr fantasievoll verkleideten Teams verbreiteten sogar dann noch gute Stimmung, wenn in den Wettbewerben gescheitert waren. Sehr unterhaltsam waren auch die Vorführungen der Stand Up Paddler, die vornehmlich aus Kitern und Surfern bestehen. Und die wissen, wie Marketing funktioniert. Sie sicherten sich eine Menge Publikum durch eine Foxterrier-Dame, die unerschrocken auf dem Brett mitfuhr.

Auf der Festmeile drehte sich fast alles um Speisen und Getränke. Aber auch das die Brücken-Souvenirs, die gigantische Geburtstagstorte für die Hochbrücke und die vom Lichtkünstler Till Nowak entworfenen T-Shirts fanden noch viele Interessenten.

Tenor der Besucher am Sonnabend: Hätte es nicht immer wieder geregnet, wäre es eine noch schönere Veranstaltung gewesen.

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