Wassersport : Sorge: Gefahr für Kanuten

Vor Pfingsten versperrte in Höhe Sorgbrück dieser Stamm den Paddelweg entlang der Sorge.
1 von 3
Vor Pfingsten versperrte in Höhe Sorgbrück dieser Stamm den Paddelweg entlang der Sorge.

Der Ruf der Region Eider-Treene-Sorge als Tourismus-Gebiet für Wassersport leidet. Mit Beginn der Saison war die Sorge für Kanuten noch nicht frei befahrbar.

shz.de von
12. Juni 2014, 10:18 Uhr

Der Ruf der Region Eider-Treene-Sorge als Tourismus-Gebiet für Wassersport leidet. Mit Beginn der Saison war die Sorge für Kanuten noch nicht frei befahrbar. Für ungeübte Paddler waren einige Passagen offenbar sogar gefährlich. Der Grund: Sturmschäden aus dem vergangenen Jahr waren noch immer nicht beseitigt.

Laut Gerhard Romahn von der Fachgruppe Wassersport beim Verein der Naturfreunde Deutschland, Ortsgruppe Büdelsdorf, waren die Hindernisse auf der Sorge bereits seit Mitte Mai bekannt. Am 25. Mai sei er mit drei weiteren erfahrenen Kanufahrern von Alt Duvenstedt aus zu einer Paddeltour auf der Sorge bis Tetenhusen gestartet. „An diesem Tag führte der Fluss Hochwasser“, erinnert sich der Wassersportler. In Höhe der Brücke versperrte ein Baumstamm die Weiterfahrt. Umkehren sei wegen der Strömung nicht in Frage gekommen, auch habe man nicht auf die geplante Tour verzichten wollen. Blieb nur der Ausstieg am Ufer und das Umsetzen der Boote, was sich als sehr schwierig erwiesen habe, da die Böschung entweder dicht bewachsen oder mit Stacheldraht abgezäunt war. Lediglich ein bis ans Ufer reichendes Privatgrundstück bot die Möglichkeit, an Land zu gehen. Aber auch das gestaltete sich aufgrund von Gartenabfällen und Baumbewuchs schwierig, die Bewohnerin sei zudem über den Besuch der Paddler wenig erfreut gewesen. Wieder im Wasser habe nur wenige Meter weiter in Höhe des Golfplatzes Lohersand ein weiterer Baum den Weg versperrt, dieses Mal sei ein Umsetzen unmöglich gewesen, so Romahn, also haben sich die Männer irgendwie durch die Baumkrone hindurch manövriert. Für erfahrene Kanufahrer sei das kein großes Problem. Für Kinder und unerfahrene Paddler stellten die Hindernisse jedoch eine nicht unerhebliche Gefahr dar. Das sei ärgerlich, da die Bäume bei den Stürmen im vergangenen Herbst umgeweht worden seien, daher schon lange dort lagen. Das sei keine gute Werbung für die Region, so Romahn. Schließlich werde mit den Paddeltouren auf der Sorge geworben und EU-Mittel in Anspruch genommen.

Inzwischen ist die Sorge für Kanufahrer wieder befahrbar – zumindest im Bereich der Straßenbrücke bei Sorgwohld im Zuge der B77. Dort wurde der quer über dem Wasser liegende Baumstamm laut Verbandsrechnerin Heike Schleth vom Wasser- und Bodenverband Obere Sorge entfernt. Der umgefallene Baum in Höhe des Golfplatzes Lohersand soll noch beseitigt werden, „der für den Bereich zuständige Wasser- und Bodenverband hat mir mitgeteilt, dass der Förster benachrichtigt ist“, so Schleth.

„Die Fälle sind uns bekannt, es haben sich bereits mehrere Kanufahrer bei uns gemeldet und wir haben es entsprechend an die zuständigen Wasser- und Bodenverbände weitergeleitet“, teilte die Eider-Treene-Sorge GmbH auf Anfrage mit. „Auch den Verbandsvorstehern waren die Hindernisse bereits bekannt“, erklärt Schleth. Bislang konnte aber die landwirtschaftliche Fläche bei Sorgbrück wegen der feuchten Böden nicht mit schwerem Gerät befahren werden, um den Stamm zu entfernen. Nun sei aber ein Bagger zum Einsatz gekommen.

zur Startseite
Karte

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen