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Todenbüttel : Sonnenblumen für die Ministerin – 121 213 Euro für das „Storchennest“

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Bürgermeister Otto Harders und seine Kollegen in der Gemeindevertretung dürfen sich freuen: Die Fördersumme für die Sanierung des Kindergartens fällt deutlich höher als erwartet aus.

Die Überraschung war Bürgermeister Otto Harders anzumerken, als Familienministerin Kristin Alheit die Fördersumme des Bewilligungsbescheids verkündete, den sie bei ihrem Besuch des Todenbütteler Kindergartens im Gepäck hatte. 121 213,48 Euro seien der 90-prozentige Fördersatz für die geplante energetische Sanierung des Kita-Gebäudes, erklärte die Ministerin für Soziales, Gesundheit, Familie und Gleichstellung des Landes Schleswig-Holstein. Bürgermeister Harders hatte mit maximal 80 000 Euro für das Bauvorhaben gerechnet, dessen Kosten auf 140 000 Euro geschätzt werden.

Im Zuge der energetischen Sanierung soll der Kindergarten „Storchennest“ eine neue Dachkonstruktion erhalten. Das bestehende Flachdach soll durch ein Satteldach ersetzt werden. „Dadurch wollen wir mehr Licht ins Gebäude bekommen“, erklärte Harders. „Das Flachdach hat kaum Dämmung“, ergänzte Architekt Heinrich Elsner, „mit dem neuen Satteldach wollen wir mehr Licht und Luftraum schaffen.“ Durch die neue Dachkonstruktion werde sich das Kita-Gebäude auch besser ins Ortsbild einfügen, vermerkte der Bürgermeister und bedankte sich bei der Ministerin für den bewilligten Zuschuss aus dem Sondervermögen für die energetische Sanierung von Schulen und Kitas: „Das versetzt uns in die Lage, die Kita längerfristig an diesem Standort zu erhalten.“

Die Gemeinde hatte sogar schon über einen Neubau nachgedacht: „Diese Pläne haben wir aber wegen der Kosten schnell wieder verworfen.“ „Wir wollen die Kitas im Land zukunftsfähig machen“, betonte Kristin Alheit und lobte die Todenbütteler Gemeindevertreter dafür, dass sie bereit seien, „dies Bauvorhaben mit zu tragen und der Kita den Stellenwert einzuräumen, der auch uns so wichtig ist.“

Die Bauarbeiten können frühestens 2015 beginnen, weil erst noch ein Statikproblem gelöst werden muss. Bei den Kindergartenräumlichkeiten handelt es sich nämlich um den ehemaligen Kälberstall eines rund 100 Jahre alten landwirtschaftlichen Gebäudes. „Wir können dies Mauerwerk nicht einfach so benutzen“, erläuterte Elsner, „wir müssen sicher sein, dass die Mauern nicht auseinanderklappen, wenn wir ein neues Dach draufsetzen.“

Was sich der Architekt nun wünscht, sind Fotos vom ursprünglichen Stallgebäude: „Wenn wir sehen, was da früher für ein Dach drauf war, können wir feststellen, ob die Mauern die Last des neuen Dachs tragen werden.“

Für Kristin Alheit war Todenbüttel die letzte Station einer Sommertour, im Rahmen derer sie vier Kindergärten besucht und dabei verschiedene Aspekte ihrer Kita-Politik präsentiert hatte: Kita als Bildungseinrichtung (in Ammersbek), Entwicklung von Familienzentren (in Kaltenkirchen), gesundes Essen in der Kita (in St. Peter-Ording) und schließlich die energetische Sanierung einer Kita (in Todenbüttel).

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