Gymnasium Kronwerk : Sommerkonzert mit 300 Akteuren

Die Mädchen und Jungen hatten auf der Bühne sichtlich Spaß. Fotos: Frank (4)
1 von 4
Die Mädchen und Jungen hatten auf der Bühne sichtlich Spaß. Fotos: Frank (4)

Schüler begeistern im voll besetzten Stadttheater. Programm ging von Jazz über Pop bis hin zu Klassik.

shz.de von
08. Juni 2018, 09:45 Uhr

Rendsburg | Es ist nicht ganz einfach, aus einer großen Anzahl Schüler aus unterschiedlichster Herkunft eine Gemeinschaft zu machen: Vor dieser Aufgabe stehen in jedem Jahr alle Direktoren weiterführender Schulen. Wie auch Volker Knoop. Er hat sie mit seinem Lehrerteam gemeistert: In Brunsbüttel geboren, kehrte er nach langen Jahren in Süddeutschland zurück nach Schleswig-Holstein. Seit Anfang des Jahres leitet er das Gymnasium Kronwerk. „Musik“ spielte dort schon immer eine große Rolle. Mit dem Sommerkonzert starteten die Kronwerker nun durch: Alle 491 Plätze im Stadttheater waren besetzt. Auf und an der Bühne hatten etwa 300 Schüler Platz genommen, konnten so schnell auf den schmalen Streifen zwischen sich und dem Publikum gelangen, um ihr Können auf den Brettern, die die Welt bedeuten, zu zeigen.

Ein zweistündiges Abendprogramm unter dem ungeschriebenen Motto: „Wie erzeuge ich eine Gemeinschaft?“ hatten sie vorbereitet. Alles geschah mit einem Programm ohne Scheuklappen. Angefangen mit einem kurzen Jazz-Intro („On The Sunny Side Of The Street“), das Martin Schopf und Andreas Reichert (beide Lehrer), vom Balkon aus mit ihren Trompeten bliesen. Geheimnis einer gelingenden Schulgemeinschaft sind aber die Chöre. Wenn nach „Dat du min Leewsten bist“, von Gitarrengruppen der 5. Klassen begleitet, gesungen wird, sind Eltern und Schüler sofort alle in einem Boot.

Außergewöhnlich, sowohl vom Instrument und Musik-Genre her, war Solveigh Kahlers Auftritt mit ihrer Harfe und dem „Vogelsberg Walzer“. Ein Gitarren-Duo, trickreich zu singendes „Bananenbrot“, fürs Anfänger-Ensemble angepasste Kurzfassungen eines Themas aus Ludwig van Beethovens 9. Sinfonie, das „Land Of Hope And Glory“ und „Mädchen gegen Jungs“ – hier zum Glück nur mit ihren Chorstimmen, „Yellow Submarine“ von den Beatles, „City of Stars“ (aus LaLaLand), solistisch gesungen von Victoria Schamborsky und Linus Spethmann.

Gegen Ende wurde es klassisch: Achilleas Tsiknakis, von Alexander Cyron am Klavier begleitet, zeigte mit der Kavatine aus Figaros Hochzeit „Se vuol ballare, Signor Contino“, wie viel Ausdruck und Begeisterung eine entsprechend ausgebildete Stimme erzeugen kann. Mit allen Chören und Orchestern gab es zum Schluss ein Medley aus „Der König der Löwen“. Die Dirigentinnen Corinna Hansen und Sabine Meyerolbersleben leiteten gleichzeitig das Ensemble aus 300 Mitwirkenden: Soviel frisches Leben im großen Theater tat gut.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen