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Rendsburg macht sich schick : Sommerkleid für städtische Grünflächen

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Der Umwelt- und Technikhof hat mit der neuen Bepflanzung begonnen. Dabei setzten die Gärtner Hans Kühl und Britta Hamann allein am Thormannplatz um die 500 Blumen ein. Dieses Jahr sind es Tagetes, Dahlien, Canna und Zierlauch.

shz.de von
erstellt am 22.Mai.2014 | 13:17 Uhr

Leise summen Bienen um die lila Blüten des Zierlauches. Daneben blühen duftende, orangefarbene Tagetes, Dahlien recken ihre Blüten der Sonne entgegen. Diese kleine Blumeninsel liegt am Thormannplatz – inmitten eines tosenden, lauten Meeres aus Fahrzeugen.

Für die Bepflanzung dieses kleinen, bunten Fleckchens zwischen der Fahrzeugkarawane sind die Gärtner Hans Kühl und Britta Hamann verantwortlich. Die Mitarbeiter des Umwelt- und Technikhofes sind für die Blumenpracht zuständig. Im vergangenen Sommer betteten sie bis zu 1500 Pflanzen in Rendsburgs Erde. Im Moment sind die beiden in der Innenstadt unterwegs. „Traditionell beginnen wir mit der Sommerbepflanzung nach dem 15. Mai“, sagt Kühl. Bei dem Termin nach den Eisheiligen sei nämlich nicht mehr so häufig mit Nachtfrost zurechnen.

Dieses Jahr haben die beiden am Thormannplatz mit dem Einsetzen angefangen. „Wir bestimmen, was angepflanzt wird“, sagt Hamann. Denn nicht jede Blume kann an dieser Stelle in die Erde gebracht werden. Der Standort ist sehr sonnig, nicht jedes Gewächs verträgt die Hitze.

Die Vielfalt und die Dekoration der Grünflächen liegt ebenfalls in den Händen des Duos. „Gestalterisch haben wir freie Hand“, erklärt Hamann. In diesem Jahr haben sie sich für Zierlauch, Tagetes, Dahlien und Canna entschieden, die auf der Verkehrsinsel gegen die Frühlingsbepflanzung gewechselt werden. Allerdings werden nicht alle Blumen ausgetauscht: Die Stauden bleiben in der Erde, nur die übrigen Gewächse werden erneuert. Damit die Bütenpracht möglichst lange erhalten bleibt, haben die beiden einen Trick. „Wir haben Mangold dabei und pflanzen ihn zwischen den Zierlauch“, erklärt Hamann. Wenn der verblüht ist, wächst der Mangold mit herrlichen gelben und roten Farben nach und ersetzt die verblühten Gewächse. „Das ist dann ein echter Blickfang.“

Als Gärtner sind Kühl und Hamann jeden Tag an der frischen Luft und an verschiedenen Orten. Das ist den beiden aber nicht das Wichtigste. „Wir können bei unserer Arbeit kreativ sein. Das ist das Schönste daran“, sagt Kühl.

Um den Thormannplatz in ein Blumenmeer zu verwandeln, brauchen die Gärtner zwei Tage. Zuerst wird die Erde sauber gemacht und gedüngt, dann die Pflanzen in die Erde gesetzt. Keine zehn Sekunden braucht Hamann für eine Tagetis. Sie schätzt, dass es allein am Thormannplatz um die 500 Pflanzen sind.

Doch allein mit dem Einsetzen ist es nicht getan. Um die Blumenpracht zu erhalten, ist harte Arbeit nötig. Hamann und Kühl sind nur zu zweit unterwegs. Bei Trockenheit muss extra gewässert werden. Das Unkraut zupft sich auch nicht von allein. Doch die beiden lieben ihre Arbeit und bekommen viel Zuspruch von den Bürgern. Gerade für die Blumenpracht am Thormannplatz sei das Feedback sehr gut. Selbst die Autofahrer zeigen ihre Bewunderung – und zwar auf ganz besondere Weise. Hamann: „Die Menschen stehen an der Ampel und gucken uns bei der Arbeit zu. Dabei fangen sie an zu träumen und wachen erst auf, wenn hinter ihnen gehupt wird.“

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