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Landeszeitung

19. Oktober 2017 | 17:20 Uhr

Brekendorf : Solarstrom statt Kiesabbau

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Die Gemeinde Brekendorf stellt die Weichen für einen Solarpark: Das Projekt soll in der ehemaligen Kiesgrube entstehen.

shz.de von
erstellt am 05.Feb.2014 | 18:10 Uhr

Wo bisher Kies abgebaut wurde, soll eine Photovoltaik-Freiflächenanlage entstehen. Die Gemeindevertretung Brekendorf stimmte in ihrer Sitzung am Dienstag der Änderung des Flächennutzungsplans und dem Aufstellungsbeschluss für einen vorhabenbezogenen Bebauungsplan einstimmig zu.

„Wir müssen alle etwas dafür tun, um die alternativen Energien voran zu bringen“, sagte der stellvertretende Bürgermeister Preben Holl bei einem Ortstermin an der Kiesgrube. Nachdem sich die Gemeinde 2009 „mit 62 Prozent der Stimmen“ gegen die Errichtung von Windkraftanlagen ausgesprochen habe, sei das Votum für Solaranlagen jetzt der richtige Schritt. „Man darf nicht nur von anderen Gemeinden verlangen, etwas zur Energiewende beizutragen, sondern muss auch selbst aktiv werden“, machte Holl seinen Standpunkt deutlich. Zudem werde Brekendorf in einigen Jahren auch Gewerbesteuereinnahmen durch die Photovoltaikanlagen erzielen. Denn die Gemeinde hat vertraglich festgelegt, dass der Betreiber der Solaranlagen seinen Firmensitz in Brekendorf nimmt.

Die Firma Holcim und Zuschlagsstoffe GmbH als Eigentümer der Kiesgrube baut die Anlage und übergibt sie dann an eine Betreiberfirma.

Die Bauleitplanung betrifft ein Gebiet von insgesamt 17,6 Hektar südlich des Ortskerns. Nach Angaben des beauftragten Planers Frank Springer werden zwei Drittel der Fläche als Sondergebiet für Solaranlagen ausgewiesen. Nach derzeitigem Planungsstand sind 39552 Module, vier Trafostationen und acht Wechselrichter vorgesehen. Ein Drittel, 6,1 Hektar, soll Naturschutzfläche werden. Das Solarfeld wird eingezäunt werden. „Da die bisherige Kiesgrube tiefer liegt als das angrenzende Gelände und die Solar-Module eine maximale Höhe von 2,80 Meter haben dürfen, wird das Solarfeld nur von den direkt angrenzenden Feldwegen sichtbar sein“, machte der Planer deutlich.

Die Gemeindevertretung beschloss weiterhin die Auftragsvergabe für ein digitales Trinkwasserkataster. Dieses soll ab dem Frühjahr erstellt werden. Bürgermeister Gerhard Guthardt teilte außerdem mit, dass vom 15. Februar an bis voraussichtlich Ende März die Wasseruhren in der Gemeinde ausgetauscht werden.



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