zur Navigation springen
Landeszeitung

22. Oktober 2017 | 14:51 Uhr

So wird ein Kind zum "Seepferdchen"

vom

Pilotprojekt des Kinderschutzbundes für Nichtschwimmer erfolgreich gestartet / Ausweitung auf andere Schulen ist geplant

shz.de von
erstellt am 31.Mai.2013 | 03:59 Uhr

Westerrönfeld | Jungen und Mädchen, die nicht schwimmen können, sind von vielen Aktivitäten ausgeschlossen. Wenn ihre Freunde bei schönem Wetter im Wasser toben, bleiben sie zu Hause. Der Deutsche Kinderschutzbund Rendsburg und Umgebung hilft ihnen. In seinem Pilotprojekt "Schwimmunterricht für Nichtschwimmer" hat der Kinderschutzbund zehn Dritt- und Viertklässlern der Schule am Ochsenweg einen Schwimmkursus ermöglicht.

Sie tauchen im Rendsburger Schwimmzentrum nach Ringen, wagen den Sprung vom Beckenrand, schwimmen ihre Runden. Fast alle Jungen und Mädchen des Schwimmkurses haben ihr "Seepferdchen" geschafft. "Alle waren absolute Nichtschwimmer. Der Unterricht war erfolgreich", freute sich die Lehrerin Antje Gosch über die Fortschritte ihrer Schützlinge. Zehn Stunden lang hat die Sportlehrerin mit Schwimmlehrbefähigung, unterstützt von dem ehrenamtlichen Helfer Werner Lassen, die Kinder zu regelrechten Wasserratten gemacht.

An der Schule am Ochsenweg in Westerrönfeld kann kein Schwimmunterricht erteilt werden, weil kein Schwimmbad zur Verfügung steht. Und der Weg nach Rendsburg sei zu weit. Die Eltern gerade aus dem Umland seien sehr dankbar für dieses Angebot, betonte Antje Gosch. Sie hätten oft weder die Mittel noch die Möglichkeit, regelmäßig mit ihren Kindern zum Schwimmunterricht nach Rendsburg zu fahren.

Der Kinderschutzbund Rendsburg hat das Projekt organisiert. Finanziert wurde es durch die Aktion "Hand in Hand für Norddeutschland". "Der Kinderschutzbund wünscht eine Ausweitung des Projekts auf andere interessierte Schulen", erklärte die stellvertretende Vorsitzende Regina Beiroth. Für die Finanzierung werde gesorgt. Interessenten können sich beim Kinderschutzbund Rendsburg und Umgebung, Telefon 04331/7 65 77, melden.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen