Sanierung der Oströhre : So schier wird der Rendsburger Kanaltunnel

Projektleiter Sönke Meesenburg in der weiß gestrichenen Tunneleinfahrt.
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Projektleiter Sönke Meesenburg in der weiß gestrichenen Tunneleinfahrt.

Neue Lampen, neue Technik und eine neue Fahrbahn: Ab Sommer soll der Verkehr durch die neue Röhre rollen.

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31. Dezember 2014, 12:13 Uhr

Rendsburg | Die Einfahrt in die Oströhre des Kanaltunnels könnte man aus rein baulicher Sicht als einen „Traum in Weiß“ bezeichnen. Die Betonwände und die offene Dachkonstruktion sind neu gestrichen. Alles wirkt frisch, ordentlich, sauber – kein Vergleich zur Situation vor einem Jahr. „Ich bin zufrieden“, lautet das nüchterne Fazit von Sönke Meesenburg über den Baufortschritt. Der Projektleiter ist bei der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung für die Sanierung des Kanaltunnels zuständig. Im Sommer will er mit der Oströhre fertig sein. Bis Ende 2016 soll anschließend die Weströhre zukunftstauglich gemacht werden.

In den vergangenen zwei Jahren war der Kanaltunnel fast jeden Monat für eine Negativ-Schlagzeile gut. Der Fertigstellungstermin – ursprünglich war für die Oströhre das Jahresende 2013 angepeilt worden – wurde immer weiter nach hinten verschoben. Das sorgte für Frust in der Bevölkerung. Dieser Ärger ist zwar angesichts täglicher Staus weiterhin vorhanden. Dennoch dreht sich die Stimmung in kleinen Schritten ins Positive, was unlängst auch Landrat Rolf-Oliver Schwemer anerkannte. Denn es ist an den Tunneleinfahrten erkennbar, dass die Arbeiten vorangehen.

Ein Blick in Tunnelinnere bestätigt dies. Hier hat die Installation von Lampen, Entlüftern und der Sicherheitstechnik begonnen. Sobald diese Arbeiten abgeschlossen sind, werden auf die winterfest gemachte Fahrbahn zwei weitere Asphaltschichten aufgebracht. Zuletzt sollen die Wände weiß gestrichen werden.

Zwischen den Feiertagen ruhen die Bauarbeiten zwar, doch unmittelbar nach dem Jahreswechsel wird weitergemacht. Selbst eine lange Frostperiode kann den Bau nicht mehr verzögern, denn alle wesentlichen Tätigkeiten werden tief unter der Erdoberfläche ausgeführt – und dort fällt das Thermometer dank kräftiger Heizlüfter nicht unter null Grad.

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