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Hilfewelle in Rendsburg : So können Sie den Flüchtlingen helfen

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Bürger organisieren Spenden für Asylbewerber. Kleidung, Decken und Babysachen dringend benötigt.

von
erstellt am 15.Aug.2015 | 04:54 Uhr

Als Meike Ihlenfeld-Zierdt davon erfuhr, dass in Rendsburg ein Erstaufnahmelager für 800 Flüchtlinge entstehen soll, war für sie sofort klar: „Ich möchte helfen.“ Da die Osterrönfelderin weder beim Kreis noch bei der Stadt jemanden erreichen konnte, der für die Koordination von Spenden und Helfern zuständig ist, hat sie die Sache einfach selbst in die Hand genommen. Gemeinsam mit Saskia Hardwig aus Rickert und Yasmin Petric-Sahr aus Hamdorf fand gestern Nachmittag im Wohnzimmer der Osterrönfelderin das erste Treffen der Bürgerinitiative statt.

Das Engagement ist groß, zahlreiche Bürger aus der Region wollen den Flüchtlingen helfen, die am Wochenende in der neuen Erstaufnahme im Norden Rendsburgs ankommen. Das Deutsche Rote Kreuz ist vor Ort und organisiert die Verteilung und Sichtung der Spenden. Es hat sich bereits eine Bürgergruppe gegründet, die sich dazu bereit erklärt hat, Spenden privat anzunehmen und ins Containerdorf zu bringen. Heidi Dopp von der  Ortsgruppe Rendsburg begrüßt das Engagement und hat sich mit dem dreiköpfigen Organisationsteam der Bürgergruppe bereits Freitagnachmittag besprochen. Zwar werden Spenden auch im Containerdorf angenommen, das DRK würde es aber begrüßen, dass sich Helfer erst mit der Bürgergruppe in Verbindung setzen.  Ansprechpartnerin der Helfergruppe ist Meike Ihlenfeld-Zierdt. Jeder, der etwas spenden möchte, kann  sich mit ihr telefonisch in Verbindung setzen: 0176/70869204. Es wurden mehrere private Annahmestellen eingerichtet (bisher in Osterrönfeld, Rickert, Büdelsdorf und Hamdorf). Was wird besonders dringend gebraucht?  Schuhe, Unterwäsche (bitte nur schlichte, einfache Unterwäsche), Herrenkleidung (besonders kleine Größen), Handtücher, Wolldecken, Koffer und Reisetaschen, Socken, Buggys, Hochstühle, Babyschalen und Umstandsmode. Socken und Unterwäsche bitte nur als Neuware abgeben. Auf Facebook hat sich bereits die Gruppe „Rendsburg hilft!“ gegründet. Dort wollen sich Bürger austauschen und ihre Aktionen koordinieren. .

 

Beim Deutschen Roten Kreuz (DRK), das vor Ort die Verteilung von Spenden organisiert, stieß das Engagement auf ein positives Echo. „Wir finden das toll, dass so viele helfen wollen. Wir können jede Unterstützung gebrauchen“, sagte Heidi Dopp von der Ortsgruppe Rendsburg. Sie ist im Flüchtlingsdorf für die Koordination der Helfer zuständig und sprach gestern mit den drei Frauen über die Möglichkeiten sich einzubringen. Auf Facebook hat sich bereits die Gruppe „Rendsburg hilft!“ gegründet. Dort wollen sich Bürger austauschen und ihre Aktionen koordinieren. Auch Meike Ihlenfeld-Zierdt hat über die Gruppe zahlreiche Anfragen bekommen. Die ersten Kleidersäcke wurden schon Freitagvormittag bei ihr abgegeben. „Ich freue mich riesig“, sagte sie, als sie gestern Nachmittag mit dem Helfer-Team die Spenden auf das Gelände im Norden der Stadt brachte. Mit dabei hatten ihre Kinder selbst gebackenen Kuchen, den sie an die rund 60 Männer und Frauen des THW verteilten, die gerade dabei waren, Zäune aufzustellen. Spenden sollen nach Möglichkeit nicht direkt ins Containerdorf gebracht werden. „Weggeschickt wird aber natürlich niemand“, sagte Heidi Dopp vom DRK. Mehrere private Annahmestellen wurden eingerichtet. Wo die Sachen abgegeben werden können und was benötigt wird, steht im Infokasten rechts. Der Aufbau war gestern noch im vollen Gange und verlief reibungslos, sagte ein Vertreter des Innenministeriums. Heute sollen die ersten 150 Flüchtlinge in die bereits aufgebauten 75 Container einziehen.
 

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