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3. Handball-Liga der Frauen : „So kann ich ja nicht abtreten“

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Nach ihrem Kreuzbandriss gibt sich Owschlags Kreisläuferin Anita Ewert kämpferisch. Sie will noch einmal angreifen und zweite Liga spielen. An ein Aufhören hat die 32-Jährige nie gedacht.

Es lief die 19. Minute im Derby der 3. Handball-Liga der Frauen zwischen dem TSV Owschlag und der HSG Kropp-Tetenhusen, als sich Owschlags Kreisläuferin Anita Ewert das Knie verdrehte und laut aufschrie. Mittlerweile hat sich bestätigt, was viele zunächst befürchtet hatten, das vordere Kreuzband ist gerissen. Unser Redaktionsmitglied Stefan Gerken hat sich mit der 32-Jährigen über ihre Verletzung und die Folgen unterhalten.

Anita Ewert, wie sehr hat Sie die Diagnose Kreuzbandriss geschockt?
Ich hatte bereits direkt nachdem es im Spiel passiert ist ein ganz schlechtes Gefühl und dachte mir schon, dass es etwas Schlimmes ist. Ich spiele 26 Jahre lang Handball und hatte bis auf drei Bänderrisse nie eine schwere Verletzung. Die Zeit wird jetzt sicher schwierig für mich, aber ich hoffe einfach, dass ich nach meiner Operation am Montag stetig Fortschritte mache und zumindest schnell wieder gehen kann.

Sie haben im Kreise der Mannschaft die Hoffnung geäußert, zur Vorbereitung auf die kommende Saison wieder fit zu sein. Damit wird es wohl eher nicht klappen.
Nein, leider nicht. Mir wurde vom Arzt gesagt, dass ich neun Monate kein Handball spielen darf. Aber der Heilungsverlauf ist bei jedem Menschen anders und ich hoffe, da ich eine ganz gute Muskulatur habe, dass es bei mir etwas schneller geht.

Im Sommer bildet sich durch die Fusion des TSV Owschlag und der HSG Kropp-Tetenhusen eine neue Mannschaft. Sie wohnen in Bad Oldesloe, und Owschlag liegt nicht gerade um die Ecke. Haben Sie Bedenken, dass Sie den Anschluss verpassen?
Nein. Ich kann acht Wochen nach der OP wieder Auto fahren und werde dann auch immer bei der Mannschaft dabei sein. In der Vorbereitung kann ich die Lauf- und Athletikeinheiten auch schon mitmachen.

Ihr Ziel bleibt also, noch einmal in der zweiten Liga zu spielen?
Absolut. Ich habe als A-Jugendliche schon zweimal in der zweiten Liga bei meinem damaligen Verein VfL Bad Schwartau ausgeholfen. Aber das ist schon so lange her. Da dürfen gerne noch ein paar Einsätze dazu kommen. Diesen Ehrgeiz habe ich.

Haben Sie nach der schweren Verletzung darüber nachgedacht aufzuhören?
Nein, nie! Und ich finde, so kann man ja auch nicht abtreten. Am Tag, als es passiert ist, war ich schon sehr niedergeschlagen, aber es gibt so viele Leute, die nach einem Kreuzbandriss wieder zurückkehren.

Was erwarten Sie von der HG O-K-T in der nächsten Saison? Es gibt ja noch einige Fragezeichen, unter anderem hinter dem Trainer oder dem Spielort.
Es hängt davon ab, wer nun wirklich bleibt. Dafür muss als erstes die Trainerfrage geklärt werden. Es ist schon aufregend, was da jetzt passiert und bei uns im Team auch ein Thema. Ich bin aber guter Dinge, dass die neue Mannschaft um den Aufstieg in die zweite Liga mitspielen kann. Und um alles drum herum werden sich ja die Verantwortlichen kümmern.

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