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1. Basketball-Regionalliga : „So einer hat uns gefehlt“

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Gediminas Butkus heißt der neue Hoffnungsträger der Rendsburg Twisters. Bei seinem Debüt in der 1. Basketball-Regionalliga blitzte das Können des Litauers auf. Der 27-Jährige war eine der dominanten Figuren beim 85:66-Sieg der Twisters gegen den BBC Cottbus.

Die nackten Zahlen waren wenig aussagekräftig. Vier Punkte, vier Assists, sechs Rebounds und ein Steal standen für Gediminas Butkus in knapp dreiundzwanzigeinhalb Minuten Einsatzzeit zu Buche. Keine überragenden Werte. Und dennoch war der 27-jährige Litauer beim jüngsten 85:66-Erfolg der Rendsburg Twisters in der 1. Basketball-Regionalliga über den BBC White Devils Cottbus (die LZ berichtete) eine der dominanten Figuren im Spiel der Gastgeber. Butkus leitete die Spielzüge ein, kreierte Chancen und zog somit die Aufmerksamkeit der gegnerischen Defensive auf sich. Seine Mitspieler nutzten die ungewohnten Freiräume zu vielen einfachen Punkten. „So einer wie Gediminas hat uns gefehlt“, sagte Mannschaftskapitän Morris Brodersen zur Leistung Butkus’, der gegen Cottbus erstmals das Twisters-Trikot trug.

Erst fünf Tage zuvor war der 27-Jährige in der Kanalstadt eingetroffen. Mit der Verpflichtung des Litauers hatten die Rendsburger auf die Verletzung von Abdul Ahmed (Ermüdungsbruch im Schienbein) reagiert. Reagieren müssen, denn Ahmeds Ausfall bis zum Saisonende hatte eine große Lücke in den ohnehin nicht üppig besetzten Kader gerissen. Innerhalb kürzester Zeit hatten die Verantwortlichen einen Draht nach Litauen gelegt und Butkus von seinem Klub Paneveszys Lietkabelis II losgeeist. Lediglich drei Trainingseinheiten hatte er mit seinen neuen Mannschaftskollegen vor dem so wichtigen Spiel gegen den BBC Cottbus absolviert, doch bei seinem Debüt harmonierte der Litauer mit Terence Billups, Christopher Geist und Co., als hätte er schon immer das Twisters-Trikot getragen. Was Brodersen zu einem Lob hinreißen ließ: „Was Gedmininas gezeigt hat, war große Klasse. Der hat jetzt schon alle Spielzüge drauf. Das haben einige nach einer ganzen Saison nicht. Man merkt sofort, dass Gediminas über eine hohe Spielintelligenz verfügt.“ Auch Trainer Bjarne Homfeldt stimmte in den Lobgesang mit ein: „Wir wollten nach dem Ausfall von Abdul jemanden, der uns sofort weiterhilft – und Gediminas hat uns definitiv geholfen. Er hat gleich das Spiel an sich gerissen und die Fäden im Angriff gezogen. Gediminas hat die Lücke als Spielmacher geschlossen.“ Gefallen lassen muss sich der Coach indes die Frage, warum man zu Saisonbeginn denn nicht gleich einen quirligen Aufbauspieler wie den Litauer – der gerade einmal 1 Meter 83 groß ist, aber eine gegnerische Abwehr zu beschäftigen weiß – verpflichtet hat, sondern statt dessen auf groß gewachsene Spieler unter dem Korb wie Osvaldas Gaizauskas oder Abdul Ahmed, die mittlerweile die Twisters wieder verlassen haben, gesetzt hat. Homfeldt: „Wir hatten zu Saisonbeginn zwei Problem-Positionen – unter dem Korb und im Spielaufbau. Hätten wir gewusst, dass sich Christopher Geist als Center so toll entwickelt, hätten wir natürlich gleich nach einem Spielmacher Ausschau gehalten. Aber besser spät als nie. Wir sind froh, dass wir einen wie Gediminas gefunden haben.“ So viele Komplimente waren dem Debütanten sichtlich peinlich. „Ich habe doch bloß das gemacht, was von mir erwartet wurde. Ich hoffe, ich habe der Mannschaft helfen können“, sagte Butkus, der seine Leistung „ganz okay“ fand: „Aber ich kann sicherlich noch besser spielen. Ich bin ja erst seit ein paar Tagen hier. Vor allem hätte ich noch öfter werfen sollen. Vier Punkte sind nicht gerade viel.“

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erstellt am 11.Feb.2016 | 06:00 Uhr

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