Corona-Krise in Rendsburg : So bereiten sich Kliniken und Seniorenheime auf den Impf-Marathon vor

23-90948785_23-106413773_1551709656.JPG von 01. Dezember 2020, 16:53 Uhr

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Die Mitarbeiter der Imland-Klinik sollen im Krankenhaus geimpft werden.

Die Mitarbeiter der Imland-Klinik sollen im Krankenhaus geimpft werden.

Bei Imland haben Ärzte und Pfleger, die Kontakt mit Corona-Infizierten haben, Vorrang – im „Alloheim“ die Bewohner.

Rendsburg | Die Mitarbeiter der Imland-Klinik werden zu den ersten gehören, die den neuen Corona-Impfstoff bekommen. Pressesprecherin Barbara Ermes teilte mit, dass die Krankenhäuser in verschiedene Kategorien eingeteilt wurden, um zu bestimmen, welches Personal zuerst geimpft wird. Alle Einrichtungen, in denen Corona-Patienten behandelt werden – und damit auch das Rendsburger Krankenhaus – haben höchste Priorität. Weiterlesen: Kreis Rendsburg-Eckernförde erwartet Lieferengpass bei Corona-Impfstoff Ermes erklärt, dass der Impfstoff speziell in der Anfangszeit knapp sein wird. Deshalb werden nicht alle gut 1500 Klinik-Angestellten gleich behandelt, wenn es um einen Impftermin geht. Zuerst sollen Ärzte und Pfleger, die direkten Kontakt zu Corona-Patienten haben, einen Pieks in den Oberarm bekommen. Die „Impf-Priorität“ jedes Mitarbeiters wird ans Ministerium weitergeleitet. Freiwilliges Angebot Ermes betont, dass kein Mitarbeiter gezwungen wird, sich immunisieren zu lassen. „Es ist ein freiwilliges Angebot“. Sie gehe allerdings davon aus, dass viele davon Gebrauch machen werden. Derzeit werden Gespräche mit den Angestellten geführt. Sie werden gefragt, ob sie bereit sind, sich impfen zu lassen, und über den Wirkstoff aufgeklärt. „Wir bereiten uns auf einen Impfstoff vor, der gerade noch in der Zulassung ist“, so Ermes. Geimpft werden sollen die Mitarbeiter nicht in dem neuen Zentrum in Büdelsdorf, sondern im Klinikgebäude. Bis zum 15. Dezember soll in der Einrichtung alles vorbereitet sein. Erst die Bewohner, dann das Personal In der Seniorensidenz Alloheim am Altstädter Markt in Rendsburg sollen zunächst die derzeit 30 Bewohner immunisiert werden, berichtet Einrichtungsleiterin Marion Lenz. Wann die Mitarbeiter an der Reihe sind, wisse sie noch nicht. Sie hofft aber, dass sie im Januar immunisiert werden können. Derzeit sei die Situation sehr belastend: „Mit jedem Bewohner, den man neu aufnimmt, wird die Gefahr größer, dass das Virus hereingetragen wird“, so Lenz. Sie wartet sehnsüchtig auf den Impfstoff. „Es ist dringend nötig, dass sich etwas ändert. Wir sind alle Corona-müde“. Strenge Regeln werden auch nach der Impfung gelten Nils Borgwardt, Sprecher der Augenklinik Rendsburg, berichtet, dass seine Einrichtung derzeit im Austausch mit den Behörden steht, um abzusprechen, wann die Angestellten sich auf freiwilliger Basis impfen lassen können. Er betont, dass sich an den Corona-Regeln in der Klinik mutmaßlich zunächst nicht viel ändern wird, nur weil die Mitarbeiter immunisiert sind. Immerhin müsse man derzeit noch davon ausgehen, dass man das Virus auch nach dem Pieks weiter übertragen kann. Derzeit werden in der Klinik alle Patienten vor der Aufnahme im Schnellverfahren getestet. Auch die Mitarbeiter unterziehen sich regelmäßig einem Schnelltest. Verunsicherung in der Belegschaft Antje Wolff, stellvertretende Leiterin der Büdelsdorfer Seniorenwohnanlage Am Park berichtet, dass es in ihrer Belegschaft durchaus die Bereitschaft gebe, sich impfen zu lassen. Allerdings herrsche noch Verunsicherung, weil noch kaum etwas über den Wirkstoff bekannt sei. Sobald feststeht, welcher Impfstoff zugelassen ist, soll das Gespräch mit den Mitarbeitern gesucht werden. Zuerst sind aber auch in der Büdelsdorfer Einrichtung die 146 Bewohner an der Reihe. Die Kassenärztliche Vereinigung plane, hierfür mit mobilen Teams vorbeizukommen. Derzeit sei man damit beschäftigt, dass Einverständnis von den Bewohnern beziehungsweise deren Betreuern einzuholen....

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