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Landeszeitung

11. Dezember 2017 | 15:06 Uhr

SMS erhöhen Unfallgefahr

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Realitätsnahes Sicherheitstraining mit dem ADAC für Kinder der Fockbeker Bergschule

„Das war ganz schön heftig, wie in der Achterbahn“, stellte der elfjährige Marvin Härtl fest, als er aus dem Auto des ADAC-Sicherheitstrainers Bernd Neumann stieg. Der Mitarbeiter des Allgemeinen Deutschen Automobil-Clubs ist gerade auf „Tournee“ zu verschiedenen Schulen in Schleswig-Holstein unterwegs. Er ließ die Kinder aus der Klasse 5c der Fockbeker Bergschule gestern miterleben, wie sich eine Vollbremsung bei einer Geschwindigkeit von 40 Kilometern pro Stunde anfühlt.

Natürlich wurde vorher geklärt, wie man sich im Auto richtig anschnallt und dass man aus Sicherheitsgründen bis zu einer Körpergröße von 1,50 Metern eine Sitzerhöhung oder einen Kindersitz braucht.

Auf dem Parkplatz an der Bürgermeister-Schadwinkel-Halle werden Schülern des 5. und 6. Jahrgangs im Rahmen der Aktion „Achtung Auto“ seit Montag bis heute kritische Verkehrssituationen aufgezeigt. „Sie sollen lernen, Unfallgefahren zu erkennen und durch vorausschauendes Handeln richtig zu reagieren“, erklärte Neumann die Ziele des Programms, das der ADAC mit Unterstützung des Reifenherstellers Michelin und des Unternehmens Opel kostenfrei an Schulen anbietet. Bundesweit nehmen dabei alljährlich etwa 190 000 Schüler an dem Programm teil. „Achtung Auto“ soll im Rahmen der Verkehrserziehung zu mehr Sicherheit auf den Straßen beitragen.

Bei seinen praktischen Übungen machte Bernd Neumann den Zusammenhang zwischen Geschwindigkeit, Reaktionszeit und Bremsweg deutlich. Wie schnell ein Auto zum Stehen kommt, hänge von der Geschwindigkeit des Fahrzeugs, von der Reaktion des Fahrers und von der Beschaffenheit der Straße ab, zeigte Neumann auf. Der Anhalteweg eines Autos wurde von fast allen Schülern kürzer eingeschätzt, als er in der realen Verkehrssituation ist. Der ADAC-Sicherheitstrainer wies eindrücklich darauf hin, dass sich die Reaktionszeit bis zum Betätigen der Bremsen deutlich erhöht, wenn der Fahrer abgelenkt ist.

„Meine Mutter schreibt beim Fahren häufig SMS“, plauderte ein Schüler aus dem Nähkästchen. Dadurch, so Neumann, erhöhe sich die Unfallgefahr um das 25-Fache, gab er den Schülern als Mahnung mit auf den Heimweg.

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