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Chöre in Rendsburg-Eckernförde : Singen macht glücklich und verbindet

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Aus der Redaktion der Landeszeitung

Zehn musikalische Gemeinschaften aus der Region beeindrucken bei der „Nacht der Chöre“. Mitmachen in der Marienkirche ist erwünscht.

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erstellt am 18.Sep.2017 | 12:35 Uhr

„Ich tanze mit dir in den Himmel hinein“, sang die Alt Duvenstedter Liederrunde – angeleitet von Bodo Reinke unter großem Körpereinsatz. Ein beschwingter Aufritt, der fröhlich stimmte und das Publikum in der vollbesetzen Marienkirche zu herzlichem Applaus animierte. Die Liederrunde war eine von zehn musikalischen Gemeinschaften, die sich am Sonnabend bei einer ausgesprochen abwechslungsreichen „Nacht der Chöre“ präsentierten.

„Darf man so etwas in einer Kirche singen?“, fragte Volker Linhardt, Kantor und Leiter des 100 Köpfe umfassenden Kantatenchores St. Marien, der den Abend eröffnet hatte. Er fragte stellvertretend für jene, die nur Kirchenlieder erwarteten. Und beantwortete die Frage mit dem Hinweis auf ein Epitaph, das von der südlichen Seitenempore gut zu sehen ist, gleich selbst: Hier ist Jesus einmal nicht leidend dargestellt, sondern beim Tanz auf den Wolken. Himmlisch waren daher so etliche Stücke und im zweiten Kanon des Abends hieß es: „Himmel und Erde müssen vergehn, aber die Musica bleibet bestehn.“ Texte und Noten von vier Liedern hatte das Publikum am Eingang ausgehändigt bekommen. „Wenn Sie Ihnen bekannt vorkommen“, so Linhardt, „es sind die gleichen wie vom letzten Jahr und vom Jahr davor“. Entsprechend sicher erwies sich das Publikum beim Mitsingen.

Mitmachen – das ist auch bei den Chören erwünscht. So wurde die Tetenhusener Liedertafel dieses Mal durch Mitglieder des Hohner Kirchenchores unterstützt. Neue Männerstimmen sind hier gefragt. Allerdings: Die Größe der Gemeinschaft allein ist kein Zeichen von Qualität, das stellte unter anderem der Chor der Kirchengemeinde Hamdorf unter Beweis. Zehn Frauen beeindruckten mit außerordentlich schönen Stimmen. Und der Männergesangsverein Jevenstedt animierte mit „Rock my Soul“ zum Mitklatschen.

Zu den älteren Chören zählt mit 112 Jahren die Liedertafel Westerrönfeld. Die Herren im dunklen Jackett erwiesen sich mit ihrem „Traum vom Glück“ als musikalisch jung geblieben. Der folgende Rendsburger Männerchor feiert sein 175-jähriges Bestehen und demonstrierte unter der Leitung von Larissa Pracht mit Trommeln und Trompete Einfallsreichtum und großes Können. Sein Pendant, der Rendsburger Frauenchor, wurde erst 1974 gegründet. Die Damen sangen sowohl eine Psalm-Vertonung als auch einen Presley-Song.

Neben den klassischen Chören sorgten zwei bunte Mischungen für gute Laune. Im Chor der Waldorfschule können Eltern, Lehrer und Schüler mitmachen – „alle, die Lust haben, mitzusingen“. Hier gibt es keine Einheitskleidung. Einen stimmungsvollen und stimmgewaltigen Schlussakkord setzten dann die Sängerinnen und Sänger des Pop- & Gospelchors „OFFbeat“ unter Leitung von Birthe Ley-Thöming. Die Schacht-Audorfer stimmten mit dem Publikum „We Shall Overcome“ an. Sie und die anderen Chöre hatten bewiesen: Singen macht glücklich und verbindet.

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