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Arche Warder : „Simone“ ließ sich den Titel nicht nehmen

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Aus der Redaktion der Landeszeitung

Mit ebenso fehlerfreien wie zügigen Parcoursdurchläufen sicherte sich „Simone“ ihren ersten Schlepp-Titel bei den Meisterschaften des Vereins Schleswiger Pferdezüchter, die gestern im Tierpark Arche Warder stattfanden.

shz.de von
erstellt am 22.Sep.2014 | 06:00 Uhr

Zweimal am Start und am Ende auf Platz 1 und 2 der Gesamtwertung: Souveräner als die Schleswiger Kaltblutstute „Simone“ kann kein Pferd eine Meisterschaft gewinnen. Mit ebenso fehlerfreien wie zügigen Parcoursdurchläufen sicherte sich „Simone“ ihren ersten Schlepp-Titel bei den Meisterschaften des Vereins Schleswiger Pferdezüchter (VSP), die gestern im Tierpark Arche Warder stattfanden.

Um als Schleswiger Kaltblutpferd beim VSP Vereinsmeister zu werden, muss man eine Schleppe, die ungefähr den Zugwiderstand eines großen Baumstamms bietet, durch einen Parcours mit Pylonentoren ziehen, und zwar so akkurat, dass von den auf den Pylonen thronenden Tennisbällen keiner zu Boden fällt. Zehn solche Pylonentore hatten die Veranstalter auf einer Wiese der Arche Warder aufgebaut. Im ersten Durchgang waren die Pylonenpaare 1,80 Meter auseinander, und die Zeit war egal; im zweiten Durchlauf wurde der Pylonenabstand auf 1,65 Meter reduziert und die Zeit gemessen. Kaltblutstute „Simone“ aus Wester-Ohrstedt ging jeweils als Startnummer 1 (mit Anke Peters) und 2 (mit Sven Peters) auf den Parcours und demoralisierte ihre Konkurrenz mit perfekten Auftritten. „Die Schleppe simuliert einen Holzstoß, und die Pylone sollen genauso wie das Holz bei der Arbeit nicht beschädigt werden“, erklärte VSP-Chef Bernd Hansen der Landeszeitung, während sich die übrigen sieben Gespanne im Finaldurchgang an den vorgelegten Bestzeiten von „Simone“ die Zähne ausbissen. „Das Pferd soll im Parcours demonstrieren, dass es willig und gut lenkbar ist.“

Mit Sven Peters holte sich die in allen Durchgängen fehlerfreie „Simone“ ihren ersten Schlepp-Meistertitel (Zeit im Finallauf: 2:30 Minuten), mit Anke Peters (2:53) belegte sie den 2. Rang. Den dritten Podiumsplatz sicherten sich mit einem Endspurt Hans-Jürgen Schnack und der „Witzige“ (3:02).

Nach dem Schleppen stand ein Parcourswettbewerb für Einspänner auf dem Programm. „Unsere Mitglieder engagieren sich aus Enthusiasmus für das Schleswiger Kaltblut“, sagte Bernd Hansen. „Das Schleswiger Kaltblut ist ein Kulturgut, das es zu erhalten gilt: sowohl das Know-how als auch die Rasse-Genetik.“

Eine Zielsetzung, die bestens zum Konzept der Arche Warder passt. „Wir haben ja selbst auch drei Schleswiger Kaltblutpferde: zwei Stuten und einen Junghengst“, vermerkte Stefanie Klingel vom Arche-Team, „und wir zeigen und erläutern unseren Besuchern gern die ursprüngliche Funktion und den heutigen Gebrauch von alten Nutztierrassen.“

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