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Neue Wegweise für Rendsburg : Signalrote Routen durch die Stadt

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Es geht los: Das „Touristische Beschilderungskonzept“ in Rendsburg wird nach über dreijähriger Planungsphase umgesetzt. Noch im Februar soll die Montage der neuen, signalroten Schilder beginnen.

Diskutiert wird über das „Touristische Beschilderungskonzept“ seit einer halben Ewigkeit. Wer beide Begriffe im Ratsinformationssystem der Stadt Rendsburg eingibt, landet bei einer Sitzung des Umweltausschusses am 30. Januar 2014 als frühestem Eintrag. So lange wurde ausgiebig beraten (und vertagt), wie auswärtige Fußgänger besser durch Rendsburg und zu den Sehenswürdigkeiten in der direkten Umgebung geleitet werden können. Doch nun steht das Projekt vor der Vollendung. Die ersten von mehr als 200 Wegweisern im neuen Design sind in Rendsburg eingetroffen. In den kommenden Wochen sollen sie verbaut werden.

„Wir wollen Ende März fertig sein, rechtzeitig zum Start in die Saison“, sagt Projektleiterin Susanne Mau aus dem Rathaus. „Die Montage der Schilder beginnt in den nächsten 14 Tagen.“ Genau 210 Wegweiser mit weißer Schrift auf rotem Grund gilt es zu installieren. Sie lotsen Auswärtige zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten und zu Einrichtungen mit verlässlichen Öffnungszeiten. Auch Ziele in Büdelsdorf wie die NordArt und die ACO-Thormannhalle sind dabei. Erstmals ausgeschildert werden auch der Schiffsausguck „Kiek-ut“ in Schacht-Audorf und das Naturbad in Westerrönfeld. Die Wohnmobilplätze dürfen ebenfalls nicht fehlen.

Fest im Boden verankert werden auch fünf Stelen aus Alu-Material. Sie ersetzen die großen Hinweistafeln, auf denen mehrere Ziele untereinander angeordnet sind. Die Exemplare am Alten Rathaus und am Stadtsee boten zuletzt ein eher trauriges Bild.

Die Gesamtkosten für die neue Beschilderung betragen rund 75 000 Euro, von denen die Stadt etwa 11 700 Euro selbst zu tragen hat. Gefördert wird das Vorhaben durch die Lokale Aktionsgruppe Eider- und Kanalregion Rendsburg (Aktiv-Region) und die Entwicklungsagentur.

Für die Schwebefähre musste eine Sonderlösung her. Da sie demontiert wurde und außer den Rampen nicht mehr viel auf das historische Verkehrsmittel hindeutet, dürfen Touristen nicht ins Leere geführt werden, fanden die Planer. Daher gaben sie zwei Ausführungen der Wegweiser zur Eisenbahnhochbrücke in Auftrag. Bei der ersten Auflage fehlt jeglicher Hinweis auf die Schwebefähre. Sobald der Nachfolgebau in Betrieb geht, werden die Schilder ausgetauscht. Die zweite Auflage enthält dann den Zusatz Schwebefähre. „Wir wollten die neuen Schilder nicht gleich mit Aufklebern verändert und möglicherweise beschädigen“, begründet Susanne Mau das Vorgehen.

Bei der Planung wurde darauf geachtet, dass der Gast möglichst durchgängig durch die Stadt geleitet wird. Entlang der Hauptrouten – etwa vom Bahnhof zum Schiffbrückenplatz – soll es keine Verwirrung stiftenden Informationslücken mehr geben. Ob dies gelungen ist, wird die Praxis in der ersten touristischen Hochsaison zeigen.

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erstellt am 17.Feb.2017 | 14:44 Uhr

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