Appell : Sienknecht drängt auf Schwebefähre

Die Geehrten des Empfangs in Osterrönfeld.
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Die Geehrten des Empfangs in Osterrönfeld.

Jahresempfang in Osterrönfeld: Bürgermeister appelliert an Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt / Feuerwehr erhält Dank

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23. Januar 2018, 10:06 Uhr

Der Jahresempfang der Gemeinde Osterrönfeld dient dem Dank an die Menschen, die sich ehrenamtlich zum Wohle der Allgemeinheit einsetzen. Ein Empfang sei aber auch eine gute Gelegenheit, das vergangene Jahr rückblickend zu betrachten und einen Ausblick auf zukünftige Projekte zu geben, sagte Bürgermeister Bernd Sienknecht bei der Begrüßung der etwa hundert Gäste aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft sowie Vereinen und Verbänden.

Im Bürgerzentrum „Alter Bahnhof“ erhielten Detlef Mai und Claus Jarck die Ehrennadeln der Gemeinde. Mai engagiert sich seit Jahren für die Völkerverständigung. Sein Schwerpunkt ist Afrika und dort Tunesien. Er ist Vizepräsident der deutsch-tunesischen Gesellschaft. Seit der Gründung 2011 ist er zudem Vorsitzender des Vereins „Auf nach Afrika“, der den Dialog zwischen Afrikanern und Deutschen fördern soll. Höhepunkt der Aktionen ist ein jährlicher „Afrikatag“ im Kulturzentrum „Hohes Arsenal“ in Rendsburg.

Claus Jarck hat sich über viele Jahre für die Sparte Leichtathletik im Osterrönfelder Turn- und Sportverein (OTSV) eingesetzt, der vom Fußball dominiert wird. „Man könnte ihn auch als ‚Mister Sportabzeichen-Abnehmer‘ bezeichnen“, sagte Sienknecht. Jarck führe alle Altersklassen an die Disziplinen des Sportabzeichens heran und begleite die Interessierten bis ans Ziel. Zudem mache er den Moorlauf, eine überregionale Laufveranstaltung, möglich, indem er Jahr für Jahr Helfer aktiviert.

In seinem Rückblick ging Sienknecht auf das Explosionsunglück im Januar 2017 ein. Ein Haus an der Dorfstraße wurde zerstört, fünf Menschen verletzt. „Dem beherzten Eingreifen aller Einsatzkräfte und insbesondere der Freiwilligen Feuerwehr Osterrönfeld war es zu verdanken, dass niemand zu Tode gekommen ist und der Unglücksort begrenzt blieb.“

Nach wie vor fehle ein wichtiges Verkehrsmittel, die Schwebefähre, stellte Sienknecht fest. Es sei zwar die Entscheidung getroffen worden, einen Ersatz zu bauen, aber die Prozesse bis zur Fertigstellung verliefen nur schleppend und seien schwer nachvollziehbar. Sienknecht appellierte an das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt: „Nutzen sie nicht jede Frist zur Verlängerung der Umsetzung aus, sondern nutzen sie alle Freiräume, um schnell innerhalb des Verfahrens den Neubau einer Schwebefähre umzusetzen. Es hat schon lange genug gedauert.“ Die Gäste unterstützten diese Forderung mit kräftigem Beifall.

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