1. Basketball-Regionalliga : Sieg nur ein kleines Trostpflaster

Rendsburgs Sven Gottschalk (links, hier gegen Mathis Röglin) bot eine gute Leistung.
Rendsburgs Sven Gottschalk (links, hier gegen Mathis Röglin) bot eine gute Leistung.

1. Basketball-Regionalliga: Twisters Rendsburg gewinnen 91:70 gegen Westerstede / Knöchelbruch von Christopher Geist trübt die Freude

shz.de von
05. Februar 2018, 11:09 Uhr

Es hätte zu der völlig verkorksten Woche gepasst, hätten die Rendsburg Twisters am Sonnabend das Heimspiel in der 1. Basketball-Regionalliga gegen die TSG Westerstede verloren. Am Montag zuvor musste das Training abgebrochen werden, weil Christopher Geist einen offenen Bruch des linken Knöchels erlitten hatte. Er war einem Mitspieler auf den Fuß getreten und anschließend unglücklich umgeknickt. Die Einheit am Mittwoch wurde abgesagt, weil eine Bronchitis Trainer Bjarne Homfeldt außer Gefecht gesetzt hatte. Und auch beim Abschlusstraining am Freitag fehlte der Coach noch und musste die Vorbereitung auf den Gegner Mannschaftskapitän Max Hillner überlassen. Doch die Twisters trotzen allen Widrigkeiten. Mit dem 91:70 (21:22, 39:31, 60:53)-Sieg über den Aufsteiger aus Niedersachsen nahm die Woche ein einigermaßen versöhnliches Ende für die Twisters, die damit ihren vierten Tabellenplatz festigten. „Aber die schwere Verletzung von Chris überstrahlt natürlich alles. Das hat die Jungs sehr geschockt. Jetzt müssen wir sehen, wie wir das kompensieren. Chris fehlt uns nicht nur als Spieler, sondern auch als Wortführer und Motivator auf dem Feld“, sagte der noch gesundheitlich angeschlagene Homfeldt nach Spielschluss.

Gegen Westerstede fiel Geists Fehlen noch nicht so ins Gewicht, weil die Gäste zum einen nur mit sieben Spielern angereist waren – von den sechs mit einem Zweitspielrecht für den Zweitligisten Baskets Akademie Weser-Ems/Oldenburger TB ausgestatteten Profis war nur Alieu Ceesey dabei. Zum anderen füllte Sven Gottschalk Geists Rolle unter dem gegnerischen Korb gut aus, schwang sich mit zwölf Punkten zum zweitbesten Werfer hinter Garrett Jefferson (29) seines Teams auf. „Ich hatte heute mehr Spielanteile als sonst und ich glaube, ich habe meinen Job ganz gut gemacht“, lachte Gottschalk, der sich ebenso ein Lob von seinem Trainer abholen durfte wie Jakob Menges. Homfeldt: „Beide haben in wichtigen Phasen Verantwortung übernommen. Das hat mir gefallen.“

Doch auch Gottschalk und Menges konnten nicht verhindern, dass die Twisters nach dem zwischenzeitlichen 37:22 (16.) nicht mehr ganz so konzentriert zu Werke gingen und die Partie noch einmal unnötig spannend machten. Beim 65:62 (33.) war der vormals komfortable Vorsprung auf drei Punkte zusammengeschrumpft.

„Wir haben nicht mehr ganz so gut verteidigt“, räumte Gottschalk ein. „Aber zum Glück haben wir noch den Switch bekommen.“ In der Schlussphase deckten die Twisters wieder aggressiver, ließen vor allem die bis dahin aus der Ferndistanz sehr treffsicheren Nigel Pruitt und Franjo Borchers, beide erzielten jeweils sechs „Dreier“, nicht mehr so ungehindert zum Wurf kommen. Mit einem 9:0-Lauf von 78:68 (37.) auf 87:68 (39.) beseitigten die Hausherren letzte Zweifel am Sieg und nahmen nach dem Abpfiff den warmen Applaus der 312 Zuschauer in der Herderschule entgegen. Homfeldt: „Nach so einer Woche tut das richtig gut.“


BBC Rendsburg: Adekunle (8), Menges (11/1x3), Schleth (2), Buhrmann (4), Hillner (7/2x3), Haake (11/2x3), Gottschalk (12), Sopha, Rixen (2), Jeffersson (29/2x3), Kleveman (5).

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