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Handball-SH-Liga : Sieg mit links über Tills Löwen

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Die HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg gewinnt mit 37:30. Ein Trio erzielt mehr als die Hälfte der Tore.

shz.de von
erstellt am 29.Sep.2014 | 06:00 Uhr

Auch ohne Jens-Christian Woldt läuft es: Das war für Trainer Volker Paul die wichtigste Erkenntnis nach dem 37:30 (17:14)-Erfolg seiner HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg gegen die HSG Tills Löwen. Denn im Duell mit den unbequemen „Löwen“ um die zweitligaerfahrenen Peter Kasza und Moritz Molt (beide ehemals VfL Bad Schwartau) musste der Tabellenführer der Handball-SH-Liga auf seinen Haupttorschützen verzichten. Doch auch ohne Woldt (privat verhindert) kam die HSG im vierten Spiel zu ihrem vierten Sieg – und das quasi mit links. „Unsere linke Seite waren heute bärenstark“, meinte Paul mit Blick auf die Torschützenliste, die von Patrick Petriesas (9 Tore) und Niklas Ranft (8) angeführt wurde. Rechtsaußen Christian Cardis konnte sich vier Mal eintragen, so dass mehr als die Hälfte aller HSG-Treffer auf das Konto der drei Linkshänder ging.

Doch auch andere Akteure erhielten nach dem Abpfiff ein Lob vom Trainer. Kreisläufer Dany Jüschke glänzte zum Beispiel als Gegenstoßspezialist. Paul: „So schnell vorne habe ich ihn noch noch gesehen.“ Und Torhüter Andreas Tietjens ließ die gegnerischen Schützen ein ums andere Mal verzweifeln. Paul: „Er hat auf einem konstant hohen Niveau gehalten, so dass ich keine Notwendigkeit gesehen habe, ihn auszuwechseln.“

So kamen die Hausherren gegen die physisch starken, aber wenig austrainierten „Löwen“ nur Mitte der ersten Halbzeit etwas vom Weg ab, als sie eine 10:7-Führung aus der Hand gaben und mit 11:12 in Rückstand gerieten. „In dieser Phase hatten wir etwas Probleme mit der weichen Regelauslegung der Schiedsrichter und haben unnötige Zeitstrafen kassiert“, meinte der HSG-Coach. Doch beim 17:14 zur Pause konnte Paul schon wieder entspannter dreinblicken. Und als sein Team in der ersten Viertelstunde nach Wiederanpfiff auf 30:23 davonzog, gab es keinen Zweifel mehr am späteren Sieger, zumal die Gäste mehr und mehr konditionelle Probleme bekamen. „Und wir waren auch taktisch besser“, resümierte Paul. „Bei den Tills Löwen war zu viel auf Molt und Kasza zugeschnitten. Wir waren wesentlich variabler.“ In der Schlussphase opferte der HSG-Coach einen höheren Sieg zugunsten der Spielpraxis für die Bankspieler. So kamen in den letzten Minuten Christopher Sawitzki, Justin Hartwig und Finn Reick zum Einsatz. Paul: „Sicherlich hätten wir höher gewinnen können. Aber die Jungs sollten sich auch noch die Hörner abstoßen. Wir brauchen schließlich jeden Spieler.“ Und nicht nur Jens-Christian Woldt.

HSG Schülp/W’feld/RD: Tietjens (1.-60.), Martensen (bei einem Siebenmeter) – Sawitzki, Hartwig, Pieper (3/1), Jüschke (6), Fisch (5), Petriesas (9/1), Seehase, Hannemann, Cardis (4), Ranft (8), Reick (2).

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