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Handball-SH-Liga : Sieg für Alt Duvenstedt – Trainer Kociok fand’s schick

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Aus der Redaktion der Landeszeitung

TSV-Außen Ference Büchler trifft gegen Henstedt-Ulzburg zwölf Mal. Auch die HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg gewinnt.

Die Weste der HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg in der Handball-Schleswig-Holstein-Liga der Männer bleibt weiß. Der 46:32 (22:14)-Auswärtssieg in Kremperheide – der insgesamt dritte der Saison – war nie gefährdet. Auch der Saisonstart des TSV Alt Duvenstedt kann sich sehen lassen. Gunnar Kociok gewann mit seiner Mannschaft das erste Heimspiel gegen den SV Henstedt/Ulzburg II mit 35:24 (18:9).

TSV Alt Duvenstedt – SV Henstedt-Ulzburg 35:24 (18:9)

Nach wenigen Minuten war bereits klar, dass der TSV die Partie als Sieger beenden würde. Statt mit einer Mannschaft ehemaliger Ober- und Regionalligaspieler, die nominell im Kader sind, aufzulaufen, war Henstedt-Ulzburg nur mit einer Rumpftruppe angereist, bei der auch Co-Trainer Michael Menzel nicht den Weg an seine alte Alt Duvenstedter Wirkungsstätte angetreten hatte. „Das haben wir natürlich gerne angenommen und ich konnte jeden meiner Spieler einsetzen, weil das Ergebnis nie in Gefahr geriet“, freute sich TSV-Trainer Gunnar Kociok. 6:2, 9:4, 13:6 – und schon war der Drops weitgehend gelutscht.

Große Freude durfte Torhüter Frederik Klapdor darüber empfinden, dass er in seiner Spielzeit, der ersten Halbzeit, unter zehn Gegentoren blieb, denn da zeigte Alt Duvenstedt noch das Feuer und den Einsatz, den Trainer erwarten. „Danach bestätigte sich, dass man als Coach machtlos ist, wenn die Mannschaft nicht will“, so Kociok. Er kritisierte, dass es nicht klappte, den Elan der ersten halben Stunde über 60 Minuten zu zeigen. So folgte dem 18:9 zur Pause ein 17:15 zum 35:24-Endstand. „Offenbar hatte jeder den Eindruck, dass es zu kompensieren sei, wenn er vorbeiwirft“, meckerte Kociok, allerdings „auf hohem Niveau“, wie er zugab. Gar nichts zu kritisieren gab es an der Leistung Ference Büchlers. Der Linkshänder nahm zwölf Mal Maß und erzielte zwölf Tore von Rechtsaußen. „Ein Bombenspiel von ihm, das war schick anzusehen“, freute sich Kociok.

Trotz einer zweiten Halbzeit, in der die Gastgeber nicht das Potenzial der ersten abriefen, ließ er allerdings in seiner Zusammenfassung Milde walten. „Wir wissen alle, was wir können. Allerdings muss die Mannschaft in den nächsten Spielen auch zeigen, dass sie nicht nur gegen dankbare Gegner gewinnen kann. In Tarp hängen die Trauben am nächsten Wochenende höher“, wagte Kociok einen Blick auf die nächste Aufgabe. Die HSG Tarp/Wanderup schlug das Spitzenteam vom TuS Lübeck auswärts mit sieben Toren und empfängt den TSV Alt Duvenstedt am kommenden Sonnabend in der Treenehalle.

TSV Alt Duvenstedt: Klapdor, Quarck – Frahm (3), Koslowski (3), L. Kock (1), Schwarz (5), Eichstädt, M. Kock, Büchler (12/1), N. Petersen (4), Dau (6), Höpfner, S. Petersen, Hagge (1).

HSG Kremperheide/Münsterdorf – HSG Schülp/W’feld/RD 32:46 (14:22)

13:14 verlor die HSG Schülp/Westerrönfeld/RD am Sonntag gegen die HSG Kremperheide/Münsterdorf – zum Glück allerdings nur das Duell der beiden Top-Torschützen der Partie. Unglaubliche 27 Tore warfen allein Westerrönfelds Jens-Christian Woldt und Münsterdorfs Malte Meisik – und das trotz „Backe“-Verbots.

Dass allerdings am Ende die HSG aus dem Kreis Rendsburg-Eckernförde mit 46:32 (22:14) gewann, lag daran, dass Volker Pauls Team neben Woldt noch weitere Akteure hatte, die dem neuen Spitzenreiter der Schleswig-Holstein-Liga den Kantersieg sicherten. Janek Fisch traf sieben Mal, Malte Pieper auch und Niklas Ranft steuerte weitere fünf Treffer bei. Dieser Überlegenheit hatte Münsterdorf nur bis zum 8:8 etwas entgegenzusetzen, danach kam der Landesliga-Aufsteiger gegen den Oberliga-Absteiger immer mehr unter die Räder. Stabilisiert durch die ansprechende Torhüterleistung von Andreas Tietjens und durch die erwähnte Wurflaune Woldts, der glücklicherweise nach seiner Roten Karte im letzten Spiel nicht gesperrt worden war, setzte sich Westerrönfeld bis zur Pause auf acht Tore ab (22:14). Hoch anzurechnen ist der Mannschaft, dass sie in der zweiten Hälfte die Führung nicht nur verwaltete, sondern immer weiter ausbaute. „Das lag auch daran, dass ich zur Pause nur auf einer Position gewechselt habe. Deshalb haben wir gleich weiter zugeschlagen“, erklärte Paul.

Schnell war der Zehn-Tore-Vorsprung erreicht (26:16) und blieb lange bestehen (28:18), bis Münsterdorf endgültig die Segel strich und sich mit 14 Toren verabschiedete. „Wenn es etwas zu kritisieren gab, dann unsere rechte Abwehrseite. Die 14 Treffer Meisiks sind sieben zu viel, weil seine Gegenspieler immer schon in Gedanken beim eigenen Gegenstoß waren, statt erst mal ordentlich zu verteidigen“, sagte Paul. Nach drei Spieltagen und der Tabellenspitze ist es Zeit für das erste Resümee: „Ich glaube, dass wir gemeinsam mit Tarp, Alt Duvenstedt und Lübeck um die Meisterschaft spielen werden. Dafür ist unser Angriff bereits bestens eingespielt, 117 Tore in drei Spielen sprechen dafür. Dass wir allerdings im Schnitt auch 30 Treffer gegen Mannschaften des unteren Drittels kassiert haben, ist viel zu viel. Da müssen wir in der nächsten Zeit ansetzen“, analysiert Paul den gelungenen Saisonauftakt.

HSG Schülp/Westerrönfeld/RD: Tietjens (1.-50.- 13 Paraden), Martensen (ab 50.- 5 Paraden) – Sievers (2), Jüschke (3), Fisch (7), Petriesas (4/2), Woldt (13/3), Reick, Seehase, Pieper (7/1), Hannemann (3), Cardis (2), Ranft (5).

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erstellt am 22.Sep.2014 | 06:00 Uhr

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