Rippchen & Co. : Sie wollen Grill-Meister werden

Johannes Ehmcke, Fabian Hachmann und Alexander Bensch (von links) schneiden die Rippchen für die Kostprobe auf. Nach sechs Stunden auf dem Grill soll das Ergebnis probiert werden.
Johannes Ehmcke, Fabian Hachmann und Alexander Bensch (von links) schneiden die Rippchen für die Kostprobe auf. Nach sechs Stunden auf dem Grill soll das Ergebnis probiert werden.

Eine Gruppe aus der Region Nortorf tritt bei der Landesmeisterschaft an. Jetzt lieferten sie erste Kostproben ihres Könnens.

shz.de von
07. März 2018, 11:00 Uhr

Wer Grillmeister werden will, braucht Zeit. Viel Zeit. „Wir bereiten die Rippchen in der 3-2-1-Variante zu“, erklärt Alexander Bensch. Drei Stunden sollen die Leckereien bei niedriger Hitze unverpackt garen. Danach werden die Fleischstücke zwei Stunden in Alufolie gegrillt und schließlich für eine weitere Stunde glasiert. Bensch ist ein „BBQ Freund“. So nennt sich das Team aus dem Nortorfer Land, das sich im Sommer in Neumünster um den Titel „Landesgrillmeister Schleswig-Holstein“ bewirbt (siehe Infokasten).

Es ist eine Barbeque-Meisterschaft. Bei der amerikanischen Variante des Grillens braucht es vor allem eins – Zeit. Kein Wunder also, dass die Gruppe schon um 10 Uhr mit den Vorbereitungen angefangen hat, das Testessen aber erst gegen 18 Uhr angesetzt ist. Entsprechend laufen die Köpfe bei den Grillenthusiasten auf Hochtouren. Verschiedenste Geschmacksvarianten wurden nun ausprobiert und Garverfahren getestet. So bereiteten Johannes Ehmcke und Alexander Bensch, die das Grillduo für die Rippchen bilden, zehn verschiedene Geschmacksrichtungen zu.

„Wir haben fünf verschiedene Gewürzmischungen. Je zwei von den Rippenbögen werden mit einer Mischung gewürzt. Und eine von jeder Variante wird schließlich noch beispielsweise Honig glasiert. Abschließend entscheidet dann das ganze Team zusammen, welche Variante am besten schmeckt.“

Derweil kümmern sich die restlichen Teammitglieder um die anderen Gerichte. Gerade beim Fisch ist Vorsicht geboten. Schnell nimmt das empfindliche Lebensmittel einen Geschmack an, den es nicht haben soll. Ernst-Wilhelm Kröger und Rüdiger Witt kümmern sich um das Fischgericht. Damit sich der Geschmack der noch geheimen Zutaten entsprechend entfalten kann, muss clever taktiert werden. Schließlich sollen die Juroren später sehen, wie schön die Struktur des Fisches erhalten bleibt. Aber erst durch die Kombination mit der Beilage kommt der gewollte Geschmack zur Geltung. So muss bereits beim Anrichten auf dem Teller geplant werden, wie sich das Gericht am besten kombiniert.

Auf der Landesmeisterschaft wird nach den Regeln der German Barbeque Association (GBA) bewertet. Dabei zählt natürlich nicht nur der Zustand des Fleisches, sondern auch der Beilagen sowie Optik und der Gesamteindruck. Es gibt also viel zu bedenken. Damit alle aus dem Nortorfer Team gleichzeitig arbeiten können, sind vier Grills parallel im Einsatz. Dabei handelt es sich nicht um Standardgeräte für fünf Euro aus dem Supermarkt, sondern um Profigeräte, die mehrere hundert Euro kosten und oft mit indirekter Hitze arbeiten. Schließlich ist das – neben der Zeit – der große Unterschied vom Grillen zum Barbeque und eine wichtige Zutat auf dem Weg zur Meisterschaft.

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