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„Eine tolle Sache“ : Sicherheit künftig vor Schnelligkeit?

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Todenbüttel geht als Sieger aus dem erstem Jugendfeuerwehrtag des Amtes Mittelholstein hervor. 150 Teenager waren beteiligt. Verbesserungsvorschläge wurden bereits unterbreitet.

Viel Lob gab es für die teilnehmenden Mädchen und Jungen beim ersten Amtsjugendfeuerwehrtag des Amtes Mittelholstein. „Das ist eine ganz tolle Sache, dass ihr alle hier heute mitmachen wollt“, betonte Amtswehrführer Klaus-Hinrich Paulsen, als er rund 150 Teenager aus sechs Jugendwehren auf dem Spann in Innien begrüßte. Das Amt Mittelholstein verfügt eigentlich nur über fünf Jugendwehren (Aukrug, Hohenwestedt, Todenbüttel und Umgebung, Gokels und Padenstedt), aber auch die Junioren aus Wasbek waren zu der Premiere eingeladen worden.

„Wasbek ist keine Amtsgemeinde, aber die Feuerwehr Wasbek gehört bei uns einfach dazu“, sagte Paulsen, und die Jugendlichen aus Wasbek waren auch die Ersten, die um 10.30 Uhr die Wettkampfübung in Angriff nahmen. Nach den Padenstedtern war um 11 Uhr die Jugendfeuerwehr Todenbüttel und Umgebung an der Reihe, die als favorisiert gelten musste, denn die Truppe von Jugendwart Kai Schläger hatte Mitte Juni beim Feuerwehrtag des Amtes Mittelholstein für den Bereich Hohenwestedt in Grauel mit Platz 3 in der Schnelligkeitsübung eine echte Glanzleistung abgeliefert. „Unsere Jugendlichen waren gut in der Zeit“, freute sich Schläger nach dem Auftritt seiner Schützlinge, „die sind ja wieder abgegangen wie eine Rakete.“ Die zehn Strafsekunden, welche die Schiedsrichter für einen nicht richtig angelegten Knoten an der Saugleitung verhängten, konnten die Todenbütteler locker verkraften.

Was folgte, war eine nicht ganz so hektische, dafür aber fehlerfreie Vorstellung der Jugendfeuerwehr Hohenwestedt. „Ich bin sowieso immer dafür, dass solche Übungen bei der Jugend wegen der Unfallgefahr lieber etwas langsamer, aber sicher absolviert werden“, meinte Hohenwestedts Wehrführer Thorsten Müller und formulierte einen Verbesserungsvorschlag für künftige Amtsjugendfeuerwehrtage: „Man sollte keine Schnelligkeitsübung machen, sondern die Ausführung der Übung nach der Dienstvorschrift und unabhängig von der Schnelligkeit bewerten – das fände ich sinnvoller.“ Ansonsten sei der Amtsfeuerwehrtag eine prima Neuerung, vermerkte Müller: „Das ist eine Superidee, und es gibt ja auch nicht viele Ämter, die so viele Nachwuchswehren haben, dass sie einen eigenen Feuerwehrtag für die Jugend auf die Beine stellen können.“

Nach der Jugendwehr Gokels waren um 11.30 Uhr die Gastgeber von der Jugendfeuerwehr Aukrug die Letzten, die an den Start gingen. „Viele von unseren Kindern waren heute das erste Mal dabei, und dafür haben sie ihre Sache sehr gut gemacht“, lobte Jugendwart Olaf Jöhnk seine Junioren, „ein bisschen Ehrgeiz ist ja immer dabei, aber heute soll der Spaß im Vordergrund stehen.“

„Alle haben ihr Bestes gegeben“, bilanzierte Aukrugs stellvertretender Gemeindewehrführer Ronald Dedert, der als Ansager im Einsatz war, „auch wenn nicht alles so geklappt hat, wie es sollte, aber das passiert eben.“ Trotz insgesamt 20 Strafsekunden siegten bei der Schnelligkeitsübung die Todenbütteler (1,43 Minuten) vor Hohenwestedt (2,19 min), Wasbek (2,25), Padenstedt (2,49), Aukrug (3,21) und Gokels (3,55).

Nach dem Mittagessen bauten die Jugendwehren auf dem Spann verschiedene Spielstationen auf. Bei Disziplinen wie Armaturenpuzzle, Schwammspiel, Holzklötzestapeln, Murmeln und Erbsenspiel konnten weitere Punkte gesammelt werden. Um kurz nach 14.30 Uhr war Siegerehrung, und Amtswehrführer Paulsen verkündete den Amtspokalsieg der Jugendwehr Todenbüttel und Umgebung. Die erfolgreichen Junioren aus Todenbüttel durften einen von Paulsen gestifteten Wanderpokal mit nach Hause nehmen. Auf Platz 2 landete die Jugendfeuerwehr Wasbek vor Hohenwestedt, Gokels, Padenstedt und Aukrug.

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