Treffpunkt „Nobiskrug“ : Shantys und seefeste Urlauber

Auftritt mit „Flaggenparade“: Die von der Decke baumelnden Gemeindewappen zeigen, dass die Marinekameradschaft fest in der Region verwurzelt ist.
Auftritt mit „Flaggenparade“: Die von der Decke baumelnden Gemeindewappen zeigen, dass die Marinekameradschaft fest in der Region verwurzelt ist.

Großer Andrang beim Sommerfest der Marinekameradschaft. Erinnerungen an das „Rendsburg-Lied“ wurden wach.

shz.de von
08. Juli 2018, 18:59 Uhr

Die „Marinekameradschaft Rendsburg und Umgebung von 1894“ veranstaltet das ganze Jahr über Aktivitäten und Feiern. Eine aber ragt heraus – am Sonnabend war es wieder soweit:
Der erste Vorsitzende Hermann Peters begrüßte zum Sommerfest in der Gaststätte „Nobiskrug“ am Kanal zahlreiche Mitglieder und Gäste.

„Ich behaupte, Petrus ist auch bei uns Mitglied“, freute sich Peters in seiner Rede, denn die Sonne strahlte bei allerbestem Wetter vom Himmel. Die Mitglieder stammen aus Rendsburg und 14 umliegenden Gemeinden, wie an den im Festzelt aufgehängten Gemeindewappen gut zu erkennen war. Der vereinseigene Chor unter musikalischer Leitung von Hans-Joachim Theden gab gleich zu Beginn einige Lieder zum Besten. Am Nachmittag kamen die über 100 Gäste und Mitglieder in den Genuss weiterer Shantys. Der zweite Liedbeitrag lag der gesamten Marinekameradschaft besonders am Herzen. Das plattdeutsche, von Heinz Goldmann vertonte und vom ehemaligen Schülper Bürgermeister Heinz Johnsen getextete „Rendsburg-Lied“ ist etwas in Vergessenheit geraten. „In Rendsburg fehlt eine Hymne“, ist der erste Vorsitzende Hermann Peters überzeugt. „Mien Rendsborg an de Eider, mien Rendsborg an’ Kanal, liggt meern in Schleswig-Holsteen, un is op jeden Fall, de smuckste Stadt im Norden...“, so beginnt der Refrain, der, wie das gesamte Lied, zum Mitsingen und Schunkeln einlädt. Der Chor, vom zweiten Vorsitzenden Lutz Backhaus organisiert, kann jederzeit für Feste, Geburtstage oder Hochzeiten gebucht werden. Ganz ohne Bezahlung – alle Mitglieder singen allein aus Spaß an der Freude. Über Spenden freuen sie sich natürlich trotzdem.

Neben leckeren Salaten und Spezialitäten vom Grill gab es am Rande des Sommerfestes wieder einen maritimen Flohmarkt, der von Gisela Peters und dem Festausschuss auf die Beine gestellt wurde. Bücher, Becher, Fahnen, Wappen, Näharbeiten mit Seilen und Knoten, Buddelschiffe, maritime Kunstwerke und vieles mehr standen nicht nur zum Verkauf, sondern konnten auch getauscht werden.

Neben den Mitgliedern waren auch seefeste Urlauber willkommen. So wie Horst und Ilse Schure, beide können von den Schiffen auf dem Kanal gar nicht genug bekommen. „Als alter Seemann wollte ich unbedingt zu diesem Fest“, sagte er und stöberte mit seiner Frau am Stand von Gisela Peters.

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