Ausstellung im Landestheater : Shakespeares Worte im Bild

Dieses Foto soll einen Satz aus dem Stück Macbeth ausdrücken: „Es wird blutig, sagen sie. Blut wird Blut haben.“
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Dieses Foto soll einen Satz aus dem Stück Macbeth ausdrücken: „Es wird blutig, sagen sie. Blut wird Blut haben.“

Bergschule Fockbek zeigt Fotos zu Zitaten aus dem Werk des Schriftstellers.

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22. Mai 2018, 08:36 Uhr

Rendsburg | Mit der Ausstellung „To be or not to be – Shakespeare in Zitaten”, stimmt das Landestheater auf die Eröffnungspremiere von „Shakespeare in love“ in der kommenden Spielzeit ein. Die Schau entstand aus einer Kooperation des Landestheaters mit der Bergschule Fockbek und krönt den Abschluss der Schulzeit der Mitwirkenden Emelie, Caroline, Caterina, Melissa, Kimberly, Lara, Louisa, Tabea und Zoe.

Im Wahlpflichtfach „Gestalten“ begleitete Leiterin Tania Ehmke ihre Schülerinnen in den Bereichen darstellendes Spiel, Maske, Medien, Musik, textorientiertes Gestalten und Foto. Die Teilnehmerinnen tauchten in das Leben zu Zeiten William Shakespeares (1564-1616) ein, studierten Monologe, lernten Sprachbilder und Zitate kennen.

Bewusst wurde ihnen, wie sehr das Leben und die Umwelt gestaltet sind. Das belegen die Exponate dieser herausragend gelungenen Ausstellung. Als Grundlage dienten englische Shakespeare-Zitate. Unterhalb der Bilder abgedruckt, überraschen sie auf beeindruckende Weise durch Intensität und Tiefe. Bilder und Texte ergänzen sich ideal. Sie machen auf einen Blick klar, was Shakespeare auf genial kurze Weise ausdrückte.

Wie in „Ready to go but never to return“: Das Bild zeigt zwei Mädchen auf einem Friedhofsweg und erinnert an das Ende eines Lebensweges, den Wilhelm Müller in der von Franz Schubert vertonten Winterreise in „Der Wegweiser“ so beschreibt: „Eine Straße muss ich gehen, die noch keiner ging zurück!“
„Alle Motive haben es geschafft, die Zitate aus den Shakespeare-Stücken auf einen Blick darzustellen. Großartig gemacht. Dankeschön und weiter so“, lobte Generalintendant Peter Grisebach. „Schule wird erst durch Theater erträglich“, fügte er im Gespräch mit den Schülerinnen mit einem verschmitzten Lächeln hinzu.

Unterstützt von Angela Möller, leitende Mitarbeiterin für Öffentlichkeitsarbeit, Werbung und Grafik, erhielt die Ausstellung eine professionelle Qualität der Darstellung, die weit über das hinausgeht, was sonst bei Schul-Abschlussarbeiten gezeigt wird. Ein Gewinn für alle Besucher, denen am Beispiel von Shakespeare-Zitaten Lehrreiches über das Leben geboten wird. Ein „Schnellkursus Shakespeare“, der zum Nachdenken einlädt.

Diese Ausstellung hat jede Beachtung verdient. Kein Wunder, wenn es dadurch einen Stau im ersten Stockwerk des Theaters gäbe. Die Ausstellung kann bis zum Beginn der neuen Spielzeit zu den üblichen Öffnungszeiten besichtigt werden.

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