Handball : SH-Liga: Alt Duvenstedt in Bestbesetzung zum Gipfeltreffen

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Gipfeltreffen in der Handball-SH-Liga der Frauen: Der Tabellenzweite TSV Alt Duvenstedt (9:1 Punkte) ist am Sonntag (17 Uhr) beim Klassenprimus SV Sülfeld (10:4) zu Gast.

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25. Oktober 2018, 17:53 Uhr

Gipfeltreffen in der Handball-SH-Liga der Frauen: Der Tabellenzweite TSV Alt Duvenstedt (9:1 Punkte) ist am Sonntag (17 Uhr) beim Klassenprimus SV Sülfeld (10:4) zu Gast und kann mit einem Sieg den „Platz an der Sonne“ erklimmen. Um Punkte für den Klassenerhalt gilt es für die anderen Rendsburger Teams in ihren Partien. Schlusslicht HSG Eider Harde (0:8) hat am Sonnabend (19 Uhr) den HC Treia/Jübek (6./6:6) zu Gast, die HG OKT II (10./4:8) empfängt am Sonntag (16 Uhr) die HSG Mönkeberg/Schönkirchen (3./8:2).

HSG Eider Harde – HC Treia/Jübek (Sbd., 19 Uhr)

Die Situation ist für die HSG Eider Harde nicht einfach: Mit Beginn der Saison setzte es in kurzer Folge vier Niederlagen für den Aufsteiger, der damit das Tabellenende ziert. Zudem bestritt das Team von Trainerin Annegret Plöhn-Schmalfeld seit Ende September kein Punktspiel mehr, konnte die „Rote Laterne“ also auch nicht abgeben. Das soll, wenn möglich, am Sonnabend mit einem Sieg gegen den Tabellensechsten geschehen. „Wir werden natürlich versuchen, so viel Gegenwehr aufzubringen, wie es irgend möglich ist“, sagt Plöhn-Schmalfeld. Allerdings blickt die HSG-Trainerin der Partie mit einigen Sorgenfalten auf der Stirn entgegen. Torhüterin Svenja Hagge muss eventuell operiert werden und wenn sie ausfällt, wird Gesine Ohm aus der A-Jugend zwischen die Pfosten rücken. Zudem hat Plöhn-Schmalfeld großen Respekt vor den Gästen. „Manuela Hinrichsen ist eine super Spielmacherin, die ausschlaggebend sein kann. Dazu kommt eine individuell starke Mannschaft, auf die man sich schwer einstellen kann“, sagt sie. Von Matthias Hinrichsen, dem Trainer der 1. Männer der HSG Eider Harde, werden wohl keine Tipps zu erwarten sein, wie man seine Frau stoppen kann. Vielmehr hofft Plöhn-Schmalfeld, dass die vergangenen vier Trainingswochen Früchte getragen haben. „Wir haben viel an den Abschlussdefiziten gearbeitet und auch die Abwehr trainiert. Allerdings waren wir oft auch nicht vollzählig. Trotz alledem sind wir insgesamt aber weiterhin guter Dinge, sonst hätten wir den Aufstieg nicht vollziehen dürfen.“

HG OKT II – HSG Mönkeberg/Schönkirchen (So., 16 Uhr)

Bei der HG OKT II kam es am vergangenen Spieltag anders als gedacht. Statt dem punktgleichen Wellingdorfer TV die Punkte abzunehmen, geriet das Team von Trainer Jörg Becker auf dem Kieler Ostufer mit 20:31 unter die Räder. Konditionelle Probleme und Unerfahrenheit hatte der Trainer für die Niederlage verantwortlich gemacht. Becker hofft nun, dass sein Team sich am Sonntag in der Kropper Geestlandhalle gegen die HSG Mönkeberg/Schönkirchen anders präsentiert. „Wir haben im Training noch einmal über die Niederlage gesprochen und können sie einordnen. Prinzipiell halte ich es aber mit meinem Co-Trainer Vagn Hansen und sehe die positiven Aspekte im Vordergrund.“ Mönkeberg kann eine eingespielte Mannschaft vorweisen, die bislang mit 8:2 Punkten einen guten Saisonstart erwischt hat. OKT II hat bisher das Kunststück vollbracht, nur gegen den Tabellenführer (Sülfeld) und den Tabellenletzten (Eider Harde) zu gewinnen – allerdings gab es gegen Sülfeld noch einige Unterstützung der ersten Mannschaft. „Wir müssen uns gegen Mönkeberg auf eine 3:2:1-Deckung einstellen“, erklärt Becker. Torhüterin Jule-Lise Lipka wird fehlen, dafür ist Lea Schweinem einsatzbereit. Beim Gegner spielt mit Kristin Dins eine Akteurin, die zum Saisonauftakt noch im Kader der HG OKT II auftauchte. Dins wechselte, zumindest für alle OKT-Verantwortlichen überraschend, kurz vor dem Saisonstart zur HSG und trifft nun auf ihr Ex-Team.

SV Sülfeld – TSV Alt Duvenstedt (So., 17 Uhr)

Je nach Betrachtungswinkel steht der SV Sülfeld in der SH-Liga irgendwo zwischen der Tabellenführung und dem fünften Platz. Mit 10:4 Punkten hat der Verein von allen bisher die meisten Pluspunkte, aber die fünftmeisten Minuspunkte gesammelt. Erst, wenn alle Teams gleich viele Spiele absolviert haben, wird sich zeigen, was diese erste Zwischenbilanz wert ist. Zumindest hat Sülfeld viele überrascht. Der Aufsteiger startete voll durch und schlug unter anderem Lindewitt mit 27:25. Ärgerlich indes dürfte die 14:21-Niederlage zuletzt gegen die SG Dithmarschen Süd gewesen sein. Offenbar fehlten einige Spielerinnen, doch davon geht Alt Duvenstedts Trainer Torben Kutschke am Sonntag nicht aus. „Gegen uns werden die sicherlich alle an Bord haben.“ Kein Wunder, ist es doch das Duell Erster gegen Zweiter. Das Geheimnis der Stärke des Aufsteigers liegt in der guten Lage zwischen den handballaffinen Orten Kisdorf, Leezen, Todesfelde und Reinfeld, die alle für guten Frauenhandball stehen. „Wer jetzt aber von wo dorthin gewechselt ist und wo gespielt hat, das habe ich nicht so genau untersucht. Es bringt uns auch nichts, da wir in die Partie gehen werden wie in jedes Spiel: Mit dem Blick auf uns gerichtet“, erklärt Kutschke. So wird sich erst während der 60 Minuten entscheiden, welche Taktik die beste sein wird, wenn es nicht laufen sollte. Anders als in der letzten Saison kann Kutschke derzeit aber verlässlich auf eine unverletzte Mannschaft setzen. „Das ist sehr angenehm und darf gern noch lange so bleiben“, lacht er.

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