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Landeszeitung

12. Dezember 2017 | 15:46 Uhr

Service für Fährpassagiere

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Neue Anzeigetafeln an den Straßen Richtung Breiholzer Fähre informieren über Ausfälle und Verspätungen

shz.de von
erstellt am 10.Dez.2015 | 13:25 Uhr

Schon auf dem Weg erfahren, ob sich die Weiterfahrt lohnt: Das machen vier neue so genannte Wechseltextanzeigen möglich, die seit gestern Autofahrer über Abweichungen an der Breiholzer Fähre informieren. Die Anzeigetafeln stehen an Zufahrtstraßen zur Fähre in Westerrönfeld, am Rendsburger Stadtrand sowie an der Lotsenstation Rüsterbergen. Die Passagiere werden so schon frühzeitig etwa über Ausfälle, Verspätungen oder die nächste Abfahrt nach einer Unterbrechung informiert.

„Durch die Bauarbeiten am Kanaltunnel haben die Fähren eine noch größere Bedeutung“, erklärt Matthias Visser, Sachbereichsleiter beim zuständigen Wasser- und Schifffahrtsamt (WSA) in Kiel-Holtenau. Man wolle der Kundschaft Fähren bieten, die fahren, oder zur Not die Möglichkeit geben, möglichst frühzeitig einen anderen Weg einzuschlagen. Deshalb betreibt das WSA mittlerweile neun der elektronischen Anzeigetafeln für die Fähren Nobiskrug/Schacht-Audorf, Sehestedt und Breiholz. Die ersten Tafeln sind bereits vor drei Jahren an der Fähre Nobiskrug/Schacht-Audorf in Betrieb genommen worden. Hier setzen jedes Jahr 1,3 Millionen Autos über. „Somit handelt es sich um die am stärksten frequentierte Fähre auf der Oststrecke des Kanals“, weiß Lutz Peers, Bauingenieur beim WSA.

Die Technik hinter dem System ist vergleichsweise simpel: Der Fährmann hat eine Eingabebox auf der Brücke, auf der ihm je nach Störung verschiedene Textblöcke vorliegen. Per einfachem Knopfdruck versendet er eine sms mit einem der Meldungsmodule an eine Empfangseinheit an Land, die wiederum die Nachricht auf den Tafeln anzeigt. „Der Fährschiffsführer ist der erste, der Bescheid weiß, wenn was ist“, begründet Peers diese Arbeitsabläufe. Die Zeit vom Knopfdruck bis hin zur Anzeige auf den Tafeln dauere nicht länger als die Übertragung einer normalen sms und funktioniere über Funk.

Gibt es keine Abweichung zu melden, steht nichts auf den Tafeln. „Sie sind aktiv, wenn eine Information anliegt. Wenn die Fähre regulär fährt, ist das aus unserer Sicht eine überflüssige Information. Wir wollen nicht zum deutschen Schilderwald beitragen“, erklärt Visser das Prinzip. Lutz Peers ergänzt: „Erfahrungsgemäß werden außerdem Schilder, die immer laufen, nicht mehr so zur Kenntnis genommen.“ Die Schrift leuchtet in einem hellen „Amber“. Die Farbe sei auch bei Nebel am besten zu erkennen.

Für die Zukunft ist geplant, sukzessive alle Fähranleger im Zuständigkeitsbereich des WSA Kiel-Holtenau mit den Tafeln zu versehen. Ob sich dies auch für die Schwebefähre lohnt, soll geprüft werden. Außerdem könnte es irgendwann eine Smartphone-App geben, die Nachrichten wie Fährausfälle direkt auf das Handy meldet.

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