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Handball-Bundesliga, männliche Jugend A : Sensations-Sieger

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

In der Handball-Bundesliga der männlichen Jugend A sorgte Aufsteiger HSG Eider Harde mit dem 28:24 beim THW Kiel für eine Sensation. Es war die erste Niederlage für die Kieler in der laufenden Saison.

Gehofft hatte Thies Schmalfeld schon darauf, so recht daran geglaubt hatte der Trainer der HSG Eider Harde allerdings nicht. Doch seinem Team gelang die Sensation. Im Landesderby der Handball-Bundesliga der männlichen Jugend A triumphierte Aufsteiger Eider Harde beim „großen“ THW Kiel und fügte dem Bundesliga-Nachwuchs mit dem 28:24 (17:12) die erste Saisonniederlage zu – überdies auch noch auswärts. Doch was heißt hier auswärts. Auf den Zuschauerrängen in der Kieler Helmut-Wriedt-Halle waren die HSG-Anhänger in der Überzahl und machten die Partie zu einem Heimspiel für die Gäste von der HSG Eider Harde.

So richtig wusste Schmalfeld nach den 60 Minuten nicht, wen er am meisten loben sollte. „Es war einfach eine ganz tolle Mannschaftsleitung. Die Abwehr hat sehr konsequent die THW-Schützen aus dem Nahwurfbereich herausgedrängt. Dadurch konnte sich Torwart Niklas Warnecke mit zahlreichen Paraden auszeichnen“, so Schmalfeld. Der rückraumlastige THW kam gegen die offensive Gäste-Abwehr, in der Micah Kock eine sehr starke Rolle auf der halbrechten Position spielte, nicht wie gewohnt zum Zuge. Gezwungen, Würfe aus der Fernwurfzone zu nehmen, scheiterten die THW-Schützen entweder am Block oder an Warnecke. Doch auch Ersatzkeeper Christopher Ehlers hatte großen Anteil am Sieg. Bei vier Kieler Strafwürfen wurde Ehlers eingewechselt – und parierte drei. Im Angriff überraschte Schmalfeld den Gegner ebenfalls mit seiner Taktik. „Wir hatten die 6:0-Abwehr des THW studiert. Dabei war aufgefallen, dass es bisher alle Gegner durch die Mitte versucht hatten. Wir haben viel über Außen gespielt. Uns ist es gelungen, die THW-Deckung in Bewegung zu bringen. Dadurch haben sich Lücken eröffnet, die wir genutzt haben.“ Vor allem auf sein torgefährliches Trio mit Georg Rohwer, Jarno Mumm und Julian Fröhlich konnte sich Schmalfeld einmal mehr verlassen.

Die Gastgeber rieben sich erstaunt die Augen, als es nach zehn Minuten 7:2 für die Gäste hieß. Mit einem 5:0-Lauf glichen die „Jung-Zebras“ zwar aus , doch Eider Harde ließ sich nicht beirren und setzte sich bis zur Pause wieder auf fünf Treffer ab (17:12). THW-Coach Klaus-Dieter „Pitti“ Petersen bemängelte in der Halbzeit die hohe Fehlerquote im Angriff. Doch auch im zweiten Spielabschnitt besserte sich das nur wenig, zumal der THW auch in der Deckung zu wenig Präsenz zeigte. Beim 18:21 (39.) keimte noch einmal kurzzeitig Hoffnung auf. Als dann aber Timon Kaminski und Lucas Firnhaber nacheinander mit ihren Siebenmetern scheiterten, setzte sich die HSG entscheidend auf 26:19 ab (49.) und brachte den Sieg über letzten zehn Minuten.

THW Kiel: Wendt, Schröder – Haß (3), Tank, Stegmann (2), Noak (2), Liedtke, Eckert (3), Zacharias, Seebeck (2), Glindemann (2), Firnhaber (3), Schawaller, Kaminski (7/2).
HSG Eider Harde: Ehlers, Warnecke – Feige (2), Bartsch, B. Claußen (2), Fröhlich (7/2), Kiehn, Kock (2), Ahrendt, Mumm (7/5), M. Claußen, Rohwer (8/3).
SR: Hamerich/Surrow (Elshorn).

Zuschauer: 400.

Siebenmeter: 5:10.

Zeitstrafen: 5:5.

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