Ehemaligen-Treffen : Seniorenkaffee und Trinkwasser

Im angeregten Gespräch bei dem Treffen im Sitzungssaal des Kreishauses: Werner Kuhrt, Rolf-Oliver Schwemer und Otto Struwe (von links).
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Im angeregten Gespräch bei dem Treffen im Sitzungssaal des Kreishauses: Werner Kuhrt, Rolf-Oliver Schwemer und Otto Struwe (von links).

Einmal im Jahr lädt der Kreis die Ruheständler der Kommunalpolitik zu einem Wiedersehen ein. 100 Gäste konnte Kreispräsident zum Klönschnack begrüßen, darunter ehemalige Kreistagsmitglieder, Amtsvorsteher und Bürgermeister.

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05. November 2013, 00:00 Uhr

Die Kaffeestunde für ehemalige Kreistagsmitglieder, Amtsvorsteher und Bürgermeister, die kein Amt mehr ausüben, hat schon seit Jahrzehnten einen festen Platz im Jahresprogramm des Kreises Rendsburg-Eckernförde. 100 Gäste waren der Einladung von Kreispräsident Lutz Clefsen und Landrat Rolf-Oliver Schwemer gefolgt. Bei Kaffee, Kuchen und Schnittchen sowie vielen Gesprächen mit früheren Weggenossen verbrachten sie einen anregenden Montagnachmittag im Sitzungssaal des Kreishauses.

Auch Werner Kuhrt war wie seit vielen Jahren der Einladung des Kreises gefolgt. „Der Alte aus Hohn“, wie er sich gerne selbst bezeichnet, war von 1966 bis 1998 Bürgermeister seiner Gemeinde, 20 Jahre lang Kreistagsabgeordneter und zwölf Jahre lang Amtsvorsteher.

„Die Umbenennung des Amtes Hohn in Amt Hohner Harde haben wir erst in meiner letzten Sitzung beschlossen“, erinnert sich der 87-jähriger Ehrenbürger. Er freue sich immer, viele bekannte Gesichter aus seiner langjährigen kommunalpolitischen Zeit wieder zu sehen. Allerdings sei der Kreis nicht mehr das, was er einmal war, stellte Kuhrt mit einem Schmunzeln fest. „Früher gab es noch einen Cognac nach dem Kaffee.“

Auch sein Tischnachbar Otto Struwe (75) genoss den Nachmittag mit Freunden und Weggefährten aus Politik und Verwaltung. Struwe war 22 Jahre lang bis 2008 Bürgermeister in Breiholz. Im Rückblick auf diese Zeit ist für ihn die Ortsentwässerung das wichtigste abgeschlossene Projekt. „Wir hatten viel Ärger damit und hohe Kosten, aber jetzt ist alles gut.“

An „Wasser“ erinnert sich auch der frühere Bredenbeker Bürgermeister Hans-Werner Hamann, der von 1994 bis 2009 im Amt war. Der Aufbau einer Trinkwasserversorgung mit einem zentralen Wasserwerk sei das wichtigste Projekt in seiner Bürgermeisterzeit gewesen. „Der Anschluss war freiwillig, ohne Zwang. Und das war gut so. Nur fünf Haushalte sind heute nicht daran angeschlossen.“

Auch Elke Heinz aus Westerrönfeld, von 1994 bis 2003 Amtsvorgängerin von Kreispräsident Lutz Clefsen, unterhielt sich angeregt bei Kaffee und Kuchen. „Es ist schön, als Gast da zu sein, wo man früher selbst die Verantwortung hatte“, freute sich die 70-Jährige.

Lutz Clefsen kritisierte in seiner Begrüßung die geplante Reform des kommunalen Finanzausgleichs. „Wir fühlen uns dadurch extrem ungerecht behandelt. Wir haben gespart, teilweise die Infrastruktur vernachlässigt, jeden Euro dreimal umgedreht, und dafür sollen wir jetzt auch noch mehr belastet werden.“ Der ländliche Raum dürfe durch die Reform nicht benachteiligt werden, forderte Clefsen.

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