zur Navigation springen

Olympische Winterspiele : „Selbst der siebte Platz ist großartig“

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Rund 30 Familienangehörige und Freunde hatten sich in einem griechischen Restaurant in Nortorf zum Public Viewing versammelt und drückten Joshua Bluhm und dem deutschen Viererbob in Sotschi die Daumen.

Es hat nicht für eine Medaille gereicht, dennoch war die Teilnahme an den Olympischen Winterspielen für Joshua Bluhm ein riesiger Erfolg. Als Anschieber im Viererbob von Thomas Florschütz hatte der gebürtige Kieler, der in Nortorf aufgewachsen ist, erst kurzfristig das Ticket für Sotschi gebucht – und das als erster Schleswig-Holsteiner bei Winterspielen überhaupt. Am Ende landete er mit seinem Team auf dem siebten Platz.

Nach den ersten beiden Läufen am Sonnabend durfte der Medaillentraum noch leben, als Bluhm und Co. mit lediglich 0,13 Sekunden Rückstand auf den dritten Platz auf Rang fünf lagen. Doch die erhoffte Leistungssteigerung am zweiten Wettkampftag blieb gestern aus, sodass das Florschütz-Team in der Endabrechnung sogar noch weiter abrutschte. „Wir hatten gehofft und uns natürlich auch gewünscht, dass er unter die ersten drei kommt, aber selbst der siebte Platz ist großartig“, war Mutter Kirsten Bluhm auch ohne den Gewinn einer Medaille mächtig stolz auf ihren Sohn. Rund 30 Familienangehörige und Freunde hatten sich in einem griechischen Restaurant in Nortorf zum Public Viewing versammelt und drückten dem 19-jährigen Senkrechtstarter die Daumen. Sogar das NDR-Fernsehen war erschienen, um für die gestrige Ausgabe des „Schleswig-Holstein-Magazins“ und des „Sportclubs“ zu drehen. „Dass Joshua bei Olympia dabei war, ist schon eine richtig tolle Sache gewesen. Wir hatten natürlich auf eine Medaille gehofft, aber auch so waren die vergangenen Monate ein großer Erfolg. Und wer weiß, wie sich das noch in der nächsten Zeit weiterentwickeln wird“, war auch Großmutter Irmtraut Bluhm mächtig stolz auf ihr Enkelkind. Bobpilot Florschütz meinte gegenüber der ARD: „Es war sicherlich mehr drin, aber ich muss meinen Jungs trotzdem ein Riesenkompliment machen.“ Bemerkenswert: Erstmals seit 50 Jahren tritt das deutsche Bobteam die Heimreise von Olympischen Winterspielen ohne eine Medaille an.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen