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Kropp : Seit 25 Jahren Treffpunkt der Oldie-Fans

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Oldtimer-Treffen und Koppelfest in Kropp: Technisches Interesse wecken und auf die Vergänglichkeit von Gebrauchsgütern hinweisen.

Aus dem Hobby der vier Oldtimerbegeisterten Willi Kröger, Jürgen Thomsen, Dirk Jahn und Bodo Lembrecht entstand im Februar 1990 die Idee zur Gründung eines Vereins für Fans und Besitzer von alten Fahrzeugen. Der Begriff Oldtimer bezeichnet im deutschen Sprachgebrauch ein Kraftfahrzeug, das je nach Klassifizierung eine bestimmte Altersgrenze von zum Beispiel 30 Jahren überschritten hat. Dazu gehören neben den Automobilen auch Lkws, Omnibusse, Motorräder und landwirtschaftliche Fahrzeuge wie Traktoren, aber auch Lokomotiven und Schiffe. Auf einen Aufruf zur Teilnahme in der örtlichen Tagespresse meldeten sich spontan die ersten Gleichgesinnten, vornehmlich aus der Landwirtschaft, und so konnte am 22. Februar 1990 per Rundschreiben die Zusammensetzung des ersten Vorstandes bekannt gegeben werden. Seit 1991 tritt der Verein Oldtimerfreunde Kropp mehrmals im Jahr durch seine zuschauerträchtigen Veranstaltungen in Erscheinung.

So fuhr 1991 der damalige Ministerpräsident von Schleswig-Holstein, Björn Engholm, sehr zum Entsetzen seiner Leibwächter, zusammen mit Willi Kröger Pfeife rauchend auf einem Dreirad-Moped aus der DDR, das zur ersten Oldtimerschau in Kropp ausgestellt wurde, durch den Ort. Der Verein hat es sich satzungsgemäß zur Aufgabe gemacht, die Pflege von Kulturwerten, insbesondere die Pflege und Erhaltung historischer Fahrzeuge und sonstiger Geräte aus Landwirtschaft, Gewerbe und Haushalt, zu fördern. „Wir wollen mit unserer Arbeit nicht nur das technische Interesse wecken, sondern auch auf die Einmaligkeit und die Vergänglichkeit vieler Gebrauchsgüter aus alter Zeit hinweisen,“ erläutert der zweite Vorsitzende des Vereins, Dirk Baumann.

Anlässlich des 25-jährigen Bestehens hat der Verein „Oldtimerfreunde Kropp“ nun zu seinem „Koppelfest“ auf den Waldsportplatz in Kropp eingeladen. Gut 100 Fahrzeuge von der legendären „Tin Lizzy“, 1922 in den Ford-Werken in Amerika gebaut, bis hin zu sehr modernen, futuristischen „US-Cars“ und Youngtimern waren der Einladung bei schönstem Sommerwetter gefolgt.

Neben der Vorstellung der Fahrzeuge mit entsprechender Erläuterung durch Bodo „Cadillac“ Lembrecht gab es Reitervorführungen vom Reitverein Klein Bennebek-Bellevue, einen Zeltgottesdienst mit Pastorin Jutta Selbmann und musikalischer Unterstützung des Drehorgelorchesters von Jens Lausen, sowie bereits am Sonnabend eine Ausfahrt zum Hof „Jerusalem“. Kreispräsident Ulrich Brüggemeier zitierte in seiner Eröffnungsrede den Thüringer Aphoristiker Helmut Glasse: „Alte Liebe rostet nicht – alte Autoliebe schon.“ Und er verwies darauf, dass Mobilität für unsere moderne Gesellschaft eine wesentliche Grundlage bildet und historische Fahrzeuge dabei Zeitzeugen der Mobilitätsentwicklung und damit Bestandteil unserer Kulturgeschichte sind. Ganz nebenbei habe sich rund um die Pflege dieser Oldtimer ein relevanter Markt mit zahlreichen Arbeitsplätzen entwickelt.
Neben der Tin Lizzy aus der Sammlung von Adolf Trede, der in Osterwittbekfeld auch eine Sammlung historischer Zapfsäulen ausstellt, gehörte der 1928 gebaute Dodge Brother T von Jan Detlefsen aus Sörup zu den ältesten Fahrzeugen beim Oldtimertreffen und Koppelfest in Kropp.

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