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Freizeit- und Dorfzentrum : Sehestedt startbereit

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Gemeinde plant erweitertes Freizeit- und Dorfzentrum am Nord-Ostsee-Kanal.

shz.de von
erstellt am 17.Mai.2013 | 08:32 Uhr

Sehestedt | Wohnmobil stellplatz, Freizeitpark und Imbiss am nördlichen Fähranleger des Nord-Ostsee-Kanals in Sehestedt haben sich in den vergangenen Jahren zu einem Anziehungspunkt für Naherholungssuchende und Touristen entwickelt. Jetzt soll die Anlage noch attraktiver werden.

Weil die Gemeinde ein Grundstück zwischen dem Imbiss und der Hauptstraße erwerben und damit eine neue Zufahrt und Parkplätze bauen kann, soll das Imbissgebäude von bisher 30 auf 120 Quadratmeter erweitert werden. Der Gastraum soll so angeordnet werden, dass die Gäste einen freien Blick auf den Kanal und die vorbeiziehenden Schiffe erhalten. Auch die Außenterrasse wird erweitert.

Neu hinzukommen soll ein Kiosk. "Für die Standardversorgung von Einwohnern und Touristen", erklärte die Bürgermeisterin Rita Koop gestern bei einem Ortstermin. Produkte aus regionalen Betrieben wolle er dort anbieten, betonte Holger Petersen, der auch den Imbiss betreibt. Neben einem Bürgermeisterbüro, das auch für andere gemeindliche Zwecke genutzt werden kann, ist auch ein Informationsraum "Nord-Ostsee-Kanal" geplant. Dort sollen via Internet die Schiffspositionen im Kanal angezeigt werden.

Ein Fahrradverleih und Unterkunftsinformationen für Urlauber seien weitere mögliche Angebote, sagte der Bauausschussvorsitzende Torsten Jürgens-Wichmann. Es werde angestrebt, dass Kiosk und Imbiss, an dessen Umsatz die Gemeinde beteiligt ist, im Ganzjahresbetrieb zur Verfügung stünden.

Für die zahlreichen Motorräder der Imbiss-Besucher soll ein eigener befestigter Parkplatz angelegt werden. Und um das Vordrängeln der Motorradfahrer an der Fähre zu verhindern, will die Gemeinde geeignete Maßnahmen ergreifen.

Auch den angrenzenden Freizeitpark will die Gemeinde aufwerten mit Fitnessgeräten für Jung und Alt, einer Boulebahn und später vielleicht mit einem Schachfeld. "Aber Stück für Stück, nicht alles auf einmal", erklärte Jürgens-Wichmann. Er zeigte sich erfreut darüber, dass die Untere Naturschutzbehörde des Kreises Rendsburg-Eckernförde und die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes die bisherigen Planungen der Gemeinde "sehr positiv" bewertet hätten.

Vor der jüngsten Sitzung der Gemeindevertretung wurde der Planungsstand der Öffentlichkeit vorgestellt. Ende dieses Jahres soll laut Jürgens-Wichmann die Projektierung so weit fertig sein, um Anträge für EU-Fördermittel, die ab 2014 wieder zur Verfügung stehen, zu stellen. "Sehestedt steht in den Startlöchern", erklärte Rita Koop.

In den Startlöchern stehen auch die Planer des Windparks auf der im Regionalplan ausgewiesenen Fläche 291. "Wir sind jetzt im konkreten Genehmigungsverfahren", stellte Stefan Jux von der Firma Denker & Wulf AG fest. Vier Windräder mit einer Nabenhöhe von 123 Metern und einem Rotordurchmesser von 114 Metern sollen in dem Gebiet nördlich des Dorfes aufgestellt werden.

Bei einer Enthaltung wurde das gemeindliche Einvernehmen zu dem Vorhaben erteilt. Das Genehmigungsverfahren läuft über das Landsamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume (LLUR) nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz.

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