zur Navigation springen

Seeufer und Museum sind die perfekten Ruhezonen

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

LZ-Serie „Lieblingsorte – Lieblingsplätze“: Rundgang mit Hartmut Lemke durch Langwedel

Was verbindet Menschen mit dem Ort, in dem sie leben? Welche Erinnerungen werden wach? Und an welche Lieblingsplätze kehren sie gern zurück? Mit alteingesessenen Bürgern unternehmen wir einen Spaziergang durch ihre Heimatgemeinde. In dem heutigen Teil der Serie führt Hartmut Lemke durch Langwedel.

Nachdenklich blickt Hartmut Lemke in die Ferne und überlegt. „Eigentlich habe ich drei Lieblingsplätze in der Gemeinde“, stellt er schließlich fest. „Zum einen die Bank am Lustsee, ein wenig weiter weg die Sicht auf den Pohlsee und die umliegende Natur und natürlich das Museum“, sagt der Langwedeler. Die Seenvielfalt seiner Heimat gefällt ihm besonders gut, „dort kann man einfach entspannen und die Seele baumeln lassen“, sagt der Vorsitzende des Museumsvereins, „man kann den weiten Blick genießen. Es ist die perfekte Ruhezone.“

Und die kann der Pensionär auch gut gebrauchen. Trotz seines Ruhestandes verbringt Hartmut Lemke „mehr Zeit im Museum, als zuhause“. Im nächsten Jahr ist der 76-Jährige zehn Jahre Vorsitzender des Kultur- und Museumsvereins der Schoolkat. Nach seiner Pensionierung 2003 zog der Berufsschullehrer für Maschinenbau und Kraftfahrzeugkunde einen Schlussstrich unter sämtliche Aktivitäten. Über 50 Jahre war Lemke Segelfluglehrer und auch in der Gemeindevertretung war der Familienvater über 13 Jahre lang tätig. „Als ich mit allem abgeschlossen hatte, stellte ich mir die Frage: ,Was machst du jetzt?’“, berichtet Lemke. Durch seinen Nachbarn geriet der Langwedeler an die Schoolkat. „Ich hab immer und gern gebastelt und geschraubt“, so der 76-Jährige, „und das kann man hier im Museum ganz wunderbar.“

Seit gut zwölf Jahren arbeitet Hartmut Lemke seitdem mit viel Liebe und Herzblut an alten Gerätschaften. „Jedes Stück funktioniert hier auch“, berichtet Lemke stolz. Neben der Arbeit in der Werkstatt gehören auch die Gartenarbeit und die Grundstückspflege sowie Führungen durch das Museum zu seinem Aufgabenfeld. Mit einem alten Trecker aus den 50er-Jahren werden zu besonderen Anlässen auch Fahrten in die Nachbargemeinden angeboten. „Besonders die Schulkinder finden das natürlich klasse“, so Lemke, der das alte Fahrzeug auf Vordermann gebracht hat. „Wenn wir damit unterwegs sind, dann sagen die Leute schon immer ,Ah, da kommt der Lemke auf seinem Trecker‘ – so laut ist das Teil“, lacht der 76-Jährige.

Gern erinnert er sich auch an seine Anfangszeit in Langwedel zurück. „Wir haben 1972 von dem damals neuen Baugebiet in Langwedel gehört. Kiel war uns zu laut und hier schien es perfekt. Anfangs kamen wir bei den Leuten nicht so gut an. Wir waren ja die Neuen“, schmunzelt Lemke. „Ich bin dann einfach in die CDU eingetreten, um neue Leute kennen zulernen und mich aktiv in das Gemeindeleben mit einzubringen. Das hat genau so geklappt, wie ich mir das vorgestellt habe.“

zur Startseite

von
erstellt am 05.Sep.2014 | 10:51 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen