Owschlag : See, Au und Moor bieten ein großes Naturerlebnis

Bei Sonnenuntergang am Owschlager See fühlt sich Anneliese Hensel sehr wohl.
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Bei Sonnenuntergang am Owschlager See fühlt sich Anneliese Hensel sehr wohl.

LZ-Serie „Lieblingsorte – Lieblingsplätze“: Anneliese Hensel zeigt, wo Owschlag am schönsten ist.

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27. Juli 2014, 13:29 Uhr

Was verbindet Menschen mit dem Ort, in dem sie leben? Welche Erinnerungen werden wach? Und an welche Lieblingsplätze kehren sie gern zurück? Mit alteingesessenen Bürgern unternehmen wir einen Spaziergang durch ihre Heimatgemeinde. In dem heutigen Teil der Serie führt Anneliese Hensel durch Owschlag.

Mindestens zwei Mal pro Woche schnappt sich Anneliese Hensel ihre Nordic-Walking-Stöcke und erkundet die zahlreichen Wanderwege rund um Owschlag. Seit gut zehn Jahren ist die 77-Jährige Mitglied der Nordic-Walking-Gruppe im TSV und damit bei fast jedem Wetter unterwegs. „Besonders schön finde ich den historischen Ochsenweg“, schwärmt Hensel von einem ihrer Lieblingswege. Ein weiterer Favorit führt durch den Park am Kirchenweg, den Kirchenwald und über die Brücke der Ramsdorfer Au. „Da hinten gab es früher mal ein Kloster“, berichtet die gebürtige Norbyerin. Owschlag sei einfach ein Ort, an dem man sich sehr wohlfühlen könne, befindet Hensel.

Aufgewachsen auf einem Bauernhof mit fünf Geschwistern habe es immer viel Arbeit, aber auch viel Spaß gegeben. So hätten die Kinder dem Vater häufig beim Torfstechen im Moor geholfen. Deshalb führt der Spaziergang auch am Jungfernstieg entlang zum Owschlager Moor. „Damals gab es hier noch nicht so viele Birken“, berichtet die ehemalige Bankangestellte und schaut fasziniert auf die im Wasser stehenden Baumstämme. „Dafür konnten wir noch die Birkhähne beobachten, die heute hier gar nicht mehr vorkommen und nur noch auf dem Owschlager Wappen zu sehen sind.“

Der abendliche Ausflug zu Fuß endet an der idyllischen Badestelle am Owschlager See. „Hier habe ich Schwimmen gelernt“, erinnert sich die Rentnerin mit Blick auf einen spektakulären Sonnenuntergang. Ein weiterer schöner Ort zum Bummeln und Ausspannen sei für sie die Baumschule „Natur pur“. „Dort gibt es einen Schwimmteich, und der gehört definitiv zu meinen Lieblingsplätzen hier im Ort“, sagt sie und lässt den Blick in die Ferne schweifen.

Owschlag ist ein ländlicher Zentralort mit 3600 Einwohnern, der aus den ehemals eigenständigen Dörfern Owschlag, Norby, Boklund, Ramsdorf, Sorgwohld und Steinsieken besteht. „Ich möchte nirgendwo anders wohnen“, betont Hensel. „Hier habe ich alles, was ich brauche. Ärzte, Zahnarzt, Apotheke, Friseur, Banken, Restaurants, Bäcker und einen großen Einkaufsmarkt. Da wir eine tolle Kita und Schule im Ort haben, wohnen auch viele junge Familien hier, was ich sehr schön finde“, sagt Hensel. „Die Freiwillige Feuerwehr ist gleich zwei Mal vertreten. Wir haben eine Norbyer und eine Owschlager Wehr. Die Bahnanbindung ist auf alle Fälle auch ein großer Pluspunkt. Und ich mag die zentrale Lage. In 20 Minuten bin ich in Eckernförde am Strand oder bei meinem VHS-Englisch-Kurs in Rendsburg.“

Auch biete der Ort ein attraktives Vereinsleben, weiß die aktive Seniorin. So besuche sie regelmäßig die Gymnastikkurse des Sportvereins, nehme an den Radtouren des Deutschen Roten Kreuzes teil und begleite die Landfrauen gerne auf Tagesausflügen.

Doch so schön es auch zu Hause ist, manchmal lockt die weite Welt. So stehen in diesem Jahr noch eine Studienreise nach Marokko und eine Theaterfahrt nach Stockholm auf dem Programm. Abschließend hat Anneliese Hensel noch einen Tipp für alle Owschlag-Besucher parat: „In wenigen Wochen beginnt wieder die Heideblüte. Dann lohnt ein Spaziergang in den Sorgwohlder Binnendünen ganz besonders.“

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