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Brandserie in Süderstapel : Sechs Feuer in fünf Wochen

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Nachdem es in Süderstapel Mitte Oktober fünf Mal in Folge brannte, folgte nun ein sechstes Feuer: Ein Wohnwagen stand in Flammen.

Die Brandserie in Süderstapel nimmt kein Ende: In der Nacht zu gestern ist ein Wohnwagen unmittelbar hinter der ehemaligen Gaststätte „Zur alten Post“ ausgebrannt. Die freiwilligen Feuerwehren aus Süder- und Norderstapel haben das Feuer gelöscht. Menschen kamen nicht zu Schaden. Erst Mitte Oktober hatte es in dem Ort mehrere Brände nacheinander gegeben: Zwei Mal standen Waldstücke in Flammen, dann brannte Sperrmüll und kurz darauf ein Heu- und Strohlager mit 500 Ballen. Die Kriminalpolizei Schleswig ermittelt.

Wehrführer Björn Baumann bezeichnete den Brand als eine weitere Stufe auf der Eskalationsleiter: „Das Feuer ist mitten im Ort angekommen und nicht mehr nur am Rande des Dorfes oder im Wald.“ Bereits nach dem fünften Feuer war im Ort von Brandstiftung die Rede. Die Polizei wiegelt aber ab: „Auf Zusammenhänge zwischen diesen und anderen Bränden im Raum Süderstapel haben wir bislang keine Hinweise. Die Kriminalpolizei ermittelt in alle Richtungen“, sagte Sprecher Matthias Glamann gestern auf Nachfrage der Landeszeitung.

Der Wohnwagen hinter dem Gaststätten-Gebäude an der Hauptstraße 12 brannte am Montagabend – die Sirenen in Süderstapel und den Nachbarorten heulten um kurz nach 22 Uhr. Die Feuerwehren aus Süder- und Norderstapel verhinderten durch ihren schnellen und effektiven Einsatz, dass die Flammen auf das benachbarte Gebäude übergriffen. Die gut 40 Wehrleute hatten mit dem Löschmittelzusatz F-500 wenig Probleme, den Fahrzeugbrand in kurzer Zeit zu löschen. Anschließend suchten die Einsatzkräfte mit der Wärmebildkamera der Wehr aus Seeth nach eventuellen Glutnestern unter dem Dach des Nachbargebäudes.

Wie groß die Hitze war, ließ sich an einem mehrere Meter entfernt stehenden Wohnmobil erkennen, dessen Kunststofffenster stark verformt gerade noch im Rahmen hingen. Bei einem hinter einer Mauer stehenden Auto waren die Rücklichter geschmolzen, zudem wurde ein Kunststoff-Angelboot neben dem Wohnwagen durch die Hitze zerstört.

Nach der Einschätzung von Wehrführer Björn Baumann ist der Brand rechtzeitig entdeckt und gemeldet worden, ansonsten hätten für die alte Gaststätte wenig Chancen bestanden. Der Sachschaden ist beträchtlich, Personen kamen aber nicht zu Schaden. Die Kriminalpolizei bittet Zeugen und Hinweisgeber, die etwas zu diesem oder den anderen Bränden sagen können, um Hilfe. Sie können sich bei den Beamten unter Tel. 0 46 21/8 44 02 melden.

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erstellt am 04.Nov.2014 | 19:48 Uhr

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