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Ausstellung : Schwimmende Bibel-Schau macht im Kreishafen fest

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Die Sintflut kann kommen – auf der „Arche Noah“ werden Szenen aus der Bibel nachgestellt. Auf vier Etagen gibt es viel zu sehen.

shz.de von
erstellt am 04.Sep.2013 | 19:11 Uhr

70 Meter lang, 13 Meter hoch, 10 Meter breit – das imposante Schiff aus Holz fällt im Kreishafen sofort ins Auge. Die Arche Noah hat hier festgemacht. „Der erste schwimmende Bibel-Erlebnispark in Europa“, so bezeichnet der Niederländer Aad Peters sein Projekt.

Es sei schade, dass viele Menschen die Geschichten aus der Bibel nicht mehr kennen, sagte Peters gestern bei einer Vorstellung der Arche Noah, zu der unter anderem Bürgermeister Pierre Gilgenast und Dr. Ernst Joachim Fürsen, Konsul der Niederlande, an Bord gekommen waren.

In das „Abenteuer Bootskauf“ habe er sich vor drei Jahren gestürzt, berichtete Peters. Über sieben Monate hätten 50 Helfer daran gebaut, um das Holzschiff, das auf einem Ponton steht, für die Bibelausstellung umzubauen. Auf vier Etagen werden Szenen aus der Bibel nachgestellt. Viele der Figuren, so wie Adam und Eva unter dem Baum der Erkenntnis, sind aus massivem Holz geschnitzt und lebensgroß. Kleine Stofftiere und große ausgestopfte Tiere wie eine sechs Meter hohe Giraffe bevölkern die Decks des Schiffes.

Der Niederländer Aad Peters sagte, ihm sei wichtig, dass vor allem die Kinder die guten Seiten ihrer Kultur kennen lernten. „Je multikultureller es in Westeuropa wird, desto mehr müssen wir doch unsere Kultur kennen.“ Die Geschichten aus der Bibel wolle er mit seiner Ausstellung erfahrbar machen und erlebbar machen. „Mit dem Kopf, aber auch mit dem Herzen und mit dem Gefühl.“

Pierre Gilgenast zeigte sich „schwer beeindruckt“ von der Idee. „Hier werden biblische Momente anfassbar gemacht.“

Einen Eisbär umarmen, eine Giraffe streicheln, das gefiel auch Paul Achilles. Der Dreijährige war mit seiner Großmutter Annegret Schulz aus Fockbek auf das Schiff gekommen und staunte. „Für Kinder ist das ganz toll hier“, meinte Annegret Schulz. „Hier wird für Paul anschaulich, was er im evangelischen Kindergarten hört.“

Wolfgang Berndt, sportlicher Leiter des E.ON Hanse Cups, war begeistert von der Aussicht vom Oberdeck. Der Kanal und die Hochbrücke, die Zielgerade des härtesten Ruderrennens der Welt, lagen direkt vor ihm. Berndt will die Ruderer, die sonst in ihren schmalen Achtern sitzen, auf die Arche einladen.

>Die Arche Noah ist bis zum 22. September täglich von 10 bis 18 Uhr im Rendsburger Kreishafen zu besichtigen. Eintritt 7,50 bis 12,50 Euro pro Person. Heute ist die „Experimental Theatre Foundation“ aus Mumbai in Indien mit ihrem Stück „Drop to Drop“ zu Gast (gesonderter Eintritt). „König Salomo und seine 1000 Frauen gaben uns die Inspiration, das von Unicef geförderte Jugendprojekt einzuladen“, so Eventmanagerin Katy Malik. Mehr unter: www.diearchenoah.com.

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