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Dirk Jennert

Zu wenig Einnahmen : Schwerlasthafen Rendsburg Port in Not

Das angepeilte Wirtschaftsziel wird 2019 wohl erneut verfehlt. Jetzt sollen die Gesellschafter die mögliche Insolvenz abwenden.


von
01. Oktober 2019, 17:30 Uhr

Osterrönfeld | Die Flaute in der Windbranche zwingt die kommunale Eigentümergesellschaft des Schwerlasthafens Rendsburg Port zum Handeln. Um die Liquidität zu sichern, sollen alle drei Gesellschafter der Rendsburg Port Authority (RPA) eine Umstellung in den Bilanzen beschließen. An der GmbH sind die Stadt Rendsburg, die Gemeinde Osterrönfeld und der Kreis Rendsburg-Eckernförde zu jeweils einem Drittel beteiligt. Sie tragen die Verluste.

Der Kreis hat schon entschieden, die anderen lassen sich Zeit

Bei der Umstellung geht es darum, wie sich Abschreibungen und Tilgungen im Wirtschaftsergebnis niederschlagen. Der Hauptausschuss des Kreises stimmte im August für die Änderung, Rendsburg und Osterrönfeld haben noch nicht entschieden. Verweigert sich ein Teilhaber der Umstellung, droht die Insolvenz des 2012 eingeweihten Schwerlasthafens.

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Wenn wir keine Einigkeit erzielen, droht uns die Zahlungsunfähigkeit.

Kai Lass, Rendsburg Port Authority

 

Geben alle grünes Licht, haben die Hafeneigentümer  gegenüber den Banken eine bessere Verhandlungsposition. „Wir hätten dann keine Liquiditätslücken mehr und könnten unseren Zahlungsverpflichtungen auch bei einem schlechteren Wirtschaftsergebnis nachkommen“, sagt Kai Lass, einer der RPA-Geschäftsführer und Chef der Kreis-Wirtschaftsförderung. Er appelliert an die Mitgesellschafter, an einem Strang zu ziehen. „Wenn wir keine Einigkeit erzielen und keine andere Lösung finden, droht uns im schlechtesten Fall ab Mitte 2020 die Zahlungsunfähigkeit. Das wollen wir mit allen Kräften abwenden.“

30 Hektar Gewerbefläche sind noch frei

Der RPA gehören nicht nur der Hafen, sondern auch die angrenzenden Gewerbeflächen am Südufer des Nord-Ostsee-Kanals.

Frank Höfer

Noch ist nicht wirklich „Land in Sicht“: Drei Viertel der Gewerbeflächen südlich des Schwerlasthafens sind noch zu vergeben. Hier erhoffen sich die Gesellschafter zusätzliche Einnahmen.
 

Zehn Hektar sind vergeben, 30 Hektar noch frei. Lass: „Uns liegen Anfragen für 20 Hektar vor.“ Wegen der niedrigen Bauzinsen werden die Grundstücke kaum noch langfristig verpachtet, sondern verkauft. Dadurch entfallen laufende Zinseinnahmen.

Der Hafenumschlag hat sich halbiert

Zweites Manko ist der sinkende Hafenumschlag. Vor allem der Produktionsstopp beim Turmhersteller Bögl, der 2014 ein eigenes Werk am Schwerlasthafen eröffnete, schlägt ins Kontor. Die Tonnage hat sich von 154.000 (2016) auf 70.000 (2018) mehr als halbiert.

Frank Höfer

Blick in die vor knapp einem Jahr eingeweihte Marie-Curie-Straße. Sie verläuft parallel zur Bundesstraße 202 zwischen der vom „Rendsburg Port“ kommenden Straße Zum Hafen und dem Wohngebiet Aspel-Nord.
 

Folge: Wie im Vorjahr wird der Hafen das angepeilte Wirtschaftsziel voraussichtlich verfehlen. Geplant war ein Verlust von 663.000 Euro. „Wir müssen davon ausgehen, dass es im sechsstelligen Bereich schlechter wird“, so Lass. Weiteres Ungemach droht durch die Senvion-Pleite. Das Gelände, auf dem das Entwicklungszentrum des Turbinenbauers steht, gehört der RPA, es wurde langfristig verpachtet. Ob es dabei bleibt, ist unklar.

Ich werde mich beim Rendsburg Senat für die Gesellschaft einsetzen.

Herwig Schröder, Rendsburg Port Authority

 

Mit-Geschäftsführer Herwig Schröder (RPA) wirbt trotz aller Widrigkeiten für den Rendsburg Port: „Ich werde mich beim Senat für die Gesellschaft einsetzen und bin mir sicher, dass er eine weise Entscheidung trifft.“

Dann entscheiden Osterrönfeld und Rendsburg

Im Rendsburger Senat wird das Thema Rendsburg Port Authority voraussichtlich am 22. Oktober behandelt. Der Finanz- und Personalausschuss der Gemeinde Osterrönfeld will darüber am 18. November beraten. „Ich gehe davon aus, dass Rendsburg und Osterrönfeld dem Beschluss des Hauptausschusses des Kreises folgen werden“, sagte RPA-Mitgeschäftsführer Peter Klarmann.

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