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Rendsburg Port : Schwerlasthafen auf Rekordkurs

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Voll ausgelastetes Bögl-Werk sorgt für kräftigen Aufschwung. Jeden zweiten Tag wird ein Schiff mit Elementen für Windkrafttürme beladen.

Der Schwerlasthafen am Südufer des Kanals peilt zum vierten Mal in Folge ein Rekordjahr an. Darauf lassen die Ergebnisse der Monate Januar und Februar schließen: 29 Schiffe machten im Hafen fest. Der Frachtumschlag betrug 23300 Tonnen. Geht es in dieser Schlagzahl weiter, werden es am Ende des Jahres über 170 Schiffe mit 140  000 Tonnen Fracht sein. Bei der Zahl der Schiffe wäre das gegenüber dem Vorjahr eine Steigerung um 25 Prozent, beim Frachtumschlag um über 60 Prozent.

„Wir sind sehr optimistisch, ein Rekordergebnis erzielen zu können“, sagt Pascal Ledune, Chef der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Rendsburg-Eckernförde. Sein Unternehmen, die Gemeinde Osterönfeld und die Stadt Rendsburg sind Gesellschafter der Rendsburg Port Authority, die Eigentümerin des Schwerlasthafens ist. Der Motor des Aufschwungs befindet sich nur eine Straßenbreite vom Hafen entfernt: Seit der Einweihung des Bögl-Werks Mitte Juli stehen die Kräne an der Kaimauer nicht mehr still.

Das hat bereits das Frachtaufkommen des vergangenen Jahres beflügelt. „Aber jetzt im ersten vollen Produktionsjahr sehen wir erst, was das wirklich bedeutet“, sagt Ledune. Und hier kommen mehrere positive Faktoren zusammen: Noch bei der Einweihung des Werks hatten Bögl-Verantwortliche davon gesprochen, etwa 50 Prozent der Produktion per Schiff zu den Kunden zu transportieren. Tatsächlich werden aktuell 75 Prozent der Elemente für den Bau von Windkrafttürmen am Hafen verladen. Zudem hat der bayerische Konzern seine Produktion schneller hochfahren können als erwartet. Bögl-Sprecher Jürgen Kotzbauer: „Aktuell wird ein Turm pro Tag produziert – das entspricht einer hundertprozentigen Auslastung des Werkes.“ Alle Arbeitsplätze seien besetzt. Laut Kotzbauer arbeiten derzeit rund 200 Mitarbeiter in der Windkraftturmfabrik. Hinzu kommen noch weitere Beschäftigte von Unternehmen aus der Region. „Dabei handelt es sich um Partnerfirmen, die für uns Reinigungsarbeiten, Pförtnerdienste und verschiedene Dienstleistungen ausführen sowie Waren anliefern“.

Jeden zweiten Tag macht ein neues Schiff im Schwerlasthafen fest. Wirtschaftsförderer Ledune: „Das ist die Basisauslastung für den Betrieb.“ Mehr geht immer: Die beiden Schwerlastkräne können zusammen bis zu 250 Tonnen heben. An der 300 Meter langen Kaimauer ist Platz für zwei Schiffe. Ledune: „Wir könnten auch ein zweites Bögl-Werk verkraften.“

Auf jeden Fall ist nicht nur die Windkraftbranche auf die Leistungsfähigkeit des Rendsburger Schwerlasthafens aufmerksam geworden. Auf Messen gilt der Synergieeffekt, der gemeinsam mit Bögl, erreicht wurde, als Referenz: „Für uns ergibt sich dadurch die Möglichkeit, unser Angebot noch besser zu vermarkten.“ Andere wollen sich vor Ort ein Bild machen: Alles, was in der Hafen- und Wasserwirtschaft im Norden Rang und Namen hat, wird am 28. Mai zu Gast im Schwerlasthafen sein: beim Schleswig-Holsteinischen Hafentag.

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erstellt am 19.Mär.2015 | 07:45 Uhr

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