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Landeszeitung

18. August 2017 | 07:16 Uhr

Schweinezuchtbetrieb will wachsen

vom

Betreiber und Planer stellen in der Bünsdorfer Einwohnerversammlung Bauvorhaben vor / Regensteuer erst ab 2015

Bünsdorf | Die Erweiterung und der Umbau eines Schweinezuchtbetriebes im Ortsteil Wentorf standen im Mittelpunkt der Einwohnerversammlung in Bünsdorf. Mehr als 80 Dorfbewohner waren in den Gasthof "König Ludwig" gekommen, um sich über die Auswirkungen zu informieren. Unter ihnen waren viele Bewohner des Ferienhausgebietes Mückenbarg, das etwa 200 Meter von dem landwirtschaftlichen Betrieb entfernt liegt. Die Diskussion mit den Betreibern und Planern verlief ruhig und sachlich.

Mehr Zuchtsauen und Ferkel, weniger Mastschweine - so wollen Hendrik und Katharina Bielfeldt ihren Hof in Zukunft aufstellen. Die junge Landwirtin betonte, dass durch die Umstellung und den Einbau von Filteranlagen die Geruchsbelastung für die Anwohner sinken werde. Dazu werde auch ein Zeltdach über dem neuen Güllebehälter beitragen.

Nach Ausführungen der Planerin Sabine Franke-Scherbath werde auch die Stickstoffdeposition sinken, was der Wasserqualität des Wittensees zugute komme. Nach dem Umbau werde auch das Verkehrsaufkommen geringer werden, weil unter anderem nur noch an jedem zweiten Tag Molke als Futtermittel mit dem Lkw zu dem Hof geliefert werde, sagte Katharina Bielfeldt. Schwere Lastwagen und landwirtschaftliche Fahrzeuge auf den Dorfstraßen wurden von einigen Anwohnern als Problem gesehen. In diesem Zusammenhang kam auch der Vorschlag auf, im ganzen Dorf "Tempo 30" einzuführen.

Das Bauvorhaben von Hendrik und Katharina Bielfeldt muss vom Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und Ländliche Räume (LLUR) genehmigt werden. Bisher handelt es sich nur um einen Vorentwurf. In der weiteren Planung sollen auch die Anregungen der Anwohner Berücksichtigung finden. "Wenn alle rechtlichen Voraussetzungen erfüllt sind und das LLUR das privilegierte Bauvorhaben genehmigt, muss die Gemeinde dazu ihr Einvernehmen erteilen", erklärte Bürgermeister Jens Kühne. Die Ausführungen der Betreiber und Planer seien für alle informativ gewesen.

Bei der Nutzung des Grillplatzes am Wittensee werde es eine Änderung geben, teilte Kühne mit. Der Platz habe sich in diesem Sommer großer Beliebtheit erfreut. Allerdings habe es einige Klagen von Anwohnern wegen Ruhestörungen gegeben. Deshalb habe der Gemeindeausschuss in seiner jüngsten Sitzung beschlossen, die Nutzung nicht mehr bis 24 Uhr zu erlauben, sondern nur noch bis 22 Uhr. Die Gemeindevertretung muss diese Änderung noch in einer Satzung festlegen.

Eine Niederschlagswassergebühr werde wohl erst ab 2015 erhoben, teilte Kühne im weiteren Verlauf der Einwohnerversammlung mit. Von den im Januar angeschriebenen 295 Grundeigentümern hätten bisher zwei Drittel eine Selbstauskunft gegeben. Das restliche Drittel werde nun noch einmal schriftlich aufgefordert, sich bis zum 30. September zu erklären. Bei Nichtauskunft soll eine Einschätzung der Niederschlagswassermenge erfolgen. Erst danach wird mit der Gebührenkalkulation begonnen.

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erstellt am 17.Aug.2013 | 07:26 Uhr

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