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Schwebefähre – wann kommen die Gutachter?

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Staatsanwalt ermittelt noch / Drei Firmen sollen Angebote für Untersuchung der Fähre vorlegen

Eigentlich soll die Schwebefähre im März abgehängt und technisch untersucht werden. Doch ob dieser Zeitplan eingehalten werden kann, ist fraglich. Denn das am 8. Januar bei einer Havarie mit einem Frachter beschädigte Fahrzeug darf bisher nicht betreten werden. Die Kieler Staatsanwaltschaft hat es beschlagnahmt und will zunächst ihre Untersuchungen abschließen. Doch bisher haben die Ermittler noch keinen Gutachter zur Fähre geschickt.

Das ungewöhnliche Verkehrsmittel wurde auf seiner Parkposition am Südufer vorerst stillgelegt. Von dort soll es von einer Spezialfirma zum Bauhof des Wasser- und Schifffahrtsamtes (WSA) transportiert werden. Drei geeignete Firmen wurden von der Bundesbehörde aufgefordert, ein Angebot zu unterbreiten und jeweils einen Termin-, Ablauf-, und Kostenplan vorzulegen. „Die Zeit wird enger“, sagte gestern Matthias Visser, Sprecher des WSA. „Aber ich habe keinen Grund, davon auszugehen, dass der Plan nicht eingehalten werden kann.“ Von der Kieler Staatsanwaltschaft habe er bisher nichts Gegenteiliges gehört.

Dort hieß es gestern von Oberstaatsanwalt Manfred Schulze-Ziffer: „Die Untersuchungen dauern an und geschehen so rasch wie möglich.“ Bevor jedoch überhaupt ein Sachverständiger zur Fähre geschickt werde, müssten die Kosten des Gutachtens ermittelt werden. Wie lange dies oder die anschließende eigentliche Untersuchung dauern wird, lasse sich nicht sagen. „Die Schwebefähre ist einfach ein besonderer Fall“, erklärte Schulze-Ziffer. Daher gebe es keine Erfahrungswerte.

Zu den Kosten für Reparatur beziehungsweise Ersatz der Schwebefähre konnte das WSA noch keine Angaben machen. Ebenso ist noch offen, wer die Rechnung am Ende begleichen wird. Der Bund ist bei der Fähre sogenannter Selbstversicherer, das heißt: „Wenn zum Beispiel ein Schiff gegen ein Schleusentor fährt, geht der Bund zunächst einmal in Vorleistung“, so Visser. Anschließend trete man an den Verursacher heran, der dann die Kosten tragen muss.

Da im Fall der Schwebefähre die Ermittlungen noch laufen, steht hier der Verursacher noch nicht fest. Dazu, ob der Bund auf den Kosten sitzen bleibt, falls die Schuld am Unfall beim Fährmann liegen sollte, wollte Visser sich mit Hinweis auf die laufenden Ermittlungen nicht äußern.

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erstellt am 02.Feb.2016 | 12:08 Uhr

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