Frauenhandball-Oberliga : Schwache Kropperinnen kassieren erste Niederlage

Svenja Pahl (Mitte) hat am Altenholzer Kreis die Lücke zwischen  Marieke Most (links) und Anna Detlefsen gefunden.
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Svenja Pahl (Mitte) hat am Altenholzer Kreis die Lücke zwischen Marieke Most (links) und Anna Detlefsen gefunden.

Am 9. Spieltag ist es passiert: Die HSG Kropp/Tetenhusen kassierte in der Handball-Oberliga der Frauen ihre erste Saisonniederlage.

shz.de von
18. November 2013, 06:00 Uhr

Hauchdünn, aber letztendlich verdient verlor der Spitzenreiter am Freitagabend in Altenholz beim TSV mit 22:23 (12:15) – eine Pleite so überflüssig wie eine Sandkiste in der Sahara. „Altenholz musste nicht mal alles zeigen, um uns zu schlagen. Ich kann mich nicht erinnern, dass wir schon mal so schwach waren“, sagte eine enttäuschte Trainerin Lena Leptien. Vor allem in der Deckung lief nichts zusammen.

Kurios waren die Umstände der Partie. Wie die Landeszeitung bereits berichtete, hatten die „Gäste“ aus Kropp und Tetenhusen offiziell Heimrecht in der Edgar-Meschkat-Halle. Der Antrag der HSG, das Heimrecht zu tauschen, interpretierte die spielleitende Stelle des HVSH allerdings als Wunsch, das Heimspiel nach Altenholz zu verlegen. Unangenehme Folge: Die HSG musste auch die Organisation in der eigentlichen Heimspielstätte der Altenholzerinnen übernehmen. Zum Glück gibt es die Leptien-Schwestern. Nina kassierte von der Besuchern das Eintrittsgeld, Lena war nicht nur Trainerin, sondern sich auch für den Job der Wischerin nicht zu schade.

Zusammen mit ihrem Coaching-Partner Dirk Schlegel musste sie mitansehen, wie ihre Mannschaft nichts von dem zeigte, was sie in den vergangenen Partien so stark gemacht hat. Torhüterin Tatjana Cornehl stand hinter einer löchrigen Abwehr auf verlorenem Posten. Fast jeder Altenholzer Wurf war ein Treffer. Kropps zweite Keeperin Svenja Maelzer (Gehirnerschütterung) war diesmal nicht mit dabei. Im Angriff häuften sich die technischen Fehler, im Positionsspiel agierte die HSG oft zu einfallslos, schloss zu schnell ab. Ins Tempospiel kamen die üblicherweise wieselflinken Kropperinnen überhaupt nicht. „Wir hatten schon häufiger Schwierigkeiten mit Spielen am Freitagabend, waren viel zu pomadig. Das soll aber keine Ausrede sein“, sagte Leptien.

Beim 19:19-Ausgleich keimte noch einmal Hoffung auf. Doch die TSV-Spielerinnen waren an diesem Tag einfach stärker, behielten in einer hektischen Schlussphase die Nerven. Leptien: „Wir waren wirklich einfach nur schlecht.“

HSG Kropp/Tetenhusen: Cornehl, Hermann - Pahl (4), Paul (3), Rohwer (6), Ohm, Krück (1), Kösling (1), Seidel (7/2), Jörgensen , Jöns, Lübker.

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