Bauprojekt : Schulunterricht mit Seeblick

Der Neubau nimmt Form an: Die Schule Altstadt wird um ein Naturwissenschaftszentrum und um Verwaltungsräume erweitert.
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Der Neubau nimmt Form an: Die Schule Altstadt wird um ein Naturwissenschaftszentrum und um Verwaltungsräume erweitert.

Das neue Gebäude nimmt Form an: Der Rohbau für das Naturwissenschaftszentrum der Schule Altstadt ist abgeschlossen. Die Vorfreude bei Lehrern und Schülern ist groß.

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26. Mai 2015, 06:00 Uhr

Hinter den Gerüsten auf dem Gelände der Schule Altstadt lässt sich bereits erahnen, wie der neue Naturwissenschaftstrakt aussehen wird. Denn der Rohbau ist fertig. Derzeit sind die Maurer damit beschäftigt, das Verblendmauerwerk aus roten Ziegeln zu fertigen. Bald folgen Fenster und das Flachdach, das teilweise begrünt und mit einer Photovoltaikanlage ausgestattet werden soll.

Aber auch im Inneren des Gebäudes kann man schon einen Eindruck davon gewinnen, wie hier zukünftig unterrichtet werden wird. Bei einem Rundgang stellten Hauke Mengel, Architekt und Mitarbeiter des Fachbereichs Hochbau im Rathaus, und Schulleiterin Kirstin Koppelmann das Bauprojekt vor. Auffällig sind vor allem die großflächigen Fenster. Im künftigen Chemieraum erstreckt sich eine große Öffnung in der Wand mit herrlicher Aussicht auf den Stadtsee. „Für so einen Blick würden andere einen hohen Preis zahlen“, sagt die Schulleiterin. Die breite Fensterfront soll auch eine Tür bekommen. „So können Experimente mal draußen stattfinden, dort gibt es extra einen Wasseranschluss“, berichtet Koppelmann.

Durch eine Zwischentür geht es vom Chemieraum in einen Vorbereitungsraum, in dem die Experimente auf Rollwagen für den Unterricht präpariert werden sollen. Ebenfalls im Erdgeschoss sind ein Raum für die naturwissenschaftliche Sammlung, der Physikraum sowie ein Klassenzimmer für den Biologie-Unterricht vorgesehen. Vorbei an den Toiletten – den ersten barrierefreien auf dem Schulgelände – geht es zur künftigen Lehrküche. Derzeit sind die Altstadtschüler noch auf die Lehrküche in der Christian-Timm-Schule angewiesen. Das soll im nächsten Jahr ein Ende haben: Vier Kochinseln für jeweils vier bis fünf Schüler sind vorgesehen, außerdem ein Hauswirtschaftsraum und ein Bereich, in dem die Schüler nach dem Kochen gemeinsam essen können. Koppelmann: „Das sind Räume, die eine Gemeinschaftsschule dringend braucht.“ Zu guter Letzt entsteht im Erdgeschoss noch ein Mehrzweckraum.

Per Treppe und künftig auch per Aufzug geht es in den ersten Stock. Hier ist die Balustrade für eine Galerie schon gemauert. Im Obergeschoss werden die Zimmer für die Verwaltung und für die Lehrerkräfte entstehen. Auf diese Arbeitsplätze freuen sich die Pädagogen besonders. „In den Löchern, die wir jetzt haben ist es viel zu eng“, so die Rektorin. Das neue Gebäude soll nicht nur für die Schüler bessere Bedingungen schaffen, sondern auch für die Mitarbeiter.

„Die Vorfreude ist riesig“, gesteht Koppelmann. Sie hofft, dass die Arbeiten Anfang des nächsten Jahres abgeschlossen sein werden. Architekt Mengel bestätigt, dass die Arbeiten gut im Zeitplan liegen, will sich aber noch nicht auf einen konkreten Bezugstermin festlegen lassen.

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