IHK-Sitzung : Schulterschluss für die Infrastruktur

Präsent und Mahnung zugleich: Wirtschafts- und Verkehrsminister Reinhard Meyer (Zweiter von links) erhielt von IHK-Hauptgeschäftsführer Peter Michael Stein (links), IHK-Präsidentin Friederike C. Kühn und Benedict Dunkelberg (Geschäftsführer Mecalac Baumaschinen) ein kleines Kunstwerk – zwei gelbe Frontlader vor einem Abbild der Eisenbahnhochbrücke.
Präsent und Mahnung zugleich: Wirtschafts- und Verkehrsminister Reinhard Meyer (Zweiter von links) erhielt von IHK-Hauptgeschäftsführer Peter Michael Stein (links), IHK-Präsidentin Friederike C. Kühn und Benedict Dunkelberg (Geschäftsführer Mecalac Baumaschinen) ein kleines Kunstwerk – zwei gelbe Frontlader vor einem Abbild der Eisenbahnhochbrücke.

Die drei IHK-Vollversammlungen halten in Rendsburg eine gemeinsame Sitzung ab. Verkehrs- und Wirtschaftsminister Reinhard Meyer bietet der Wirtschaft ein Bündnis an.

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08. Juli 2014, 06:00 Uhr

Mehr IHK geht wohl nicht: Im Bürgersaal im Hohen Arsenal trafen sich gestern die Mitglieder der Vollversammlungen der Industrie- und Handelskammern (IHK) zu Kiel, Flensburg und Lübeck zu einer gemeinsamen Sitzung. Hauptthema war die Infrastruktur. „Vor allem in der Verkehrsinfrastruktur, aber auch bei den Stromnetzen und den digitalen Netzen gibt es einen erheblichen Investitionsstau. Alle diese Netze müssen zugleich leistungsfähig und verlässlich sein“, erklärte die Präsidentin der IHK Schleswig-Holstein Friederike C. Kühn, die sich erfreut darüber zeigte, dass Wirtschafts- und Verkehrsminister Reinhard Meyer gemeinsam an einem Strang mit der Wirtschaft ziehen will.

Sein Thema laute „Schulterschluss für eine zukunftsfähige Infrastruktur im Norden“, sagte Meyer. Sie sei Grundvoraussetzung sowohl für die Mobilität der Bürger als auch für die Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandortes. „Wir müssen unsere Verkehrsinfrastruktur erhalten, ausbauen und intelligent nutzen“, betonte er und legte ein von seinem Ministerium erarbeitetes Papier „Bündnis für die Verkehrsinfrastruktur in Schleswig-Holstein“ vor.

Diesen Ball nahm die IHK-Präsidentin gerne auf. Einem solchen Schulterschluss stehe die IHK sehr offen gegenüber und werte den Vorstoß Meyers als Zeichen für eine konstruktive und engere Zusammenarbeit von Politik und Wirtschaft. Zudem nahmen es die Mitglieder der Vollversammlung mit Freude zur Kenntnis, „dass der Minister sowohl für den Erhalt als auch den Neubau von Verkehrsinfrastruktur steht“, erklärte IHK-Pressesprecher Michael Legband. Gemeinsam müsse nun die Finanzierung von Erhalt und Ausbau der Verkehrswege sichergestellt werden.

Als Präsent und Mahnung zugleich überreichten Peter Michael Stein, Hauptgeschäftsführer der IHK Schleswig-Holstein, und Friederike C. Kühn dem Minister ein kleines Kunstwerk – zwei Frontlader der Firma Mecalac Baumaschinen in Spielzeug-Größe vor einem Abbild der Eisenbahnhochbrücke. „Dieses Präsent soll den Minister täglich visuell daran erinnern, dass die Verkehrsinfrastruktur die Zuwendung der Politik braucht“, erklärte Legband.

Im Beisein Meyers wurde eine Resolution des vor einer Woche ins Leben gerufenen Arbeitskreises „Logistik“ der IHK von den Mitgliedern der Vollversammlungen einstimmig beschlossen. Darin erklärt die IHK, dass die Planungen für die Errichtung eines leistungsfähigen Ersatzbauwerks für die Rader Hochbrücke keinerlei Aufschub dulden, damit ein solches spätestens 2025 zur Verfügung stehe. Ebenfalls verabschiedet wurde gestern ein Positionspapier, in dem sich die IHK gegen eine Erhöhung der Steuer- und Abgabenlast sowie für eine mittelfristige Reform der Grunderwerbssteuer und einen Abbau der Steuerbürokratie ausspricht.

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