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Schüler auf Reisen : Schulfahrt nach China: Jeder Schüler zahlt 1400 Euro

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Hohenwestedter Schüler verbringen ihre Osterferien im Reich der Mitte. Es handelt sich um einen Gegenbesuch bei Freunden in Jiujiang am Yangtzi-Fluss.

Die erforderlichen Visa vom chinesischen Konsulat in Hamburg sind in Hohenwestedt eingetroffen, und nun steht dem großen Abenteuer von 20 Mädchen und Jungen der Schule Hohe Geest (SHG) endgültig nichts mehr im Wege: Am 16. April starten die Neunt- und Zehntklässler zusammen mit vier Lehrkräften zu einer zweiwöchigen Reise nach China. Jeder Schüler zahlt dafür einen Eigenanteil von 1400 Euro.

Eine Woche werden die SHG-Schüler in Jiujiang verbringen, einer 4,8-Millionen-Stadt am Yangtzi-Fluss. Aus Jiujiang kam nämlich die Einladung an die Hohenwestedter zum Gegenbesuch. Im August 2013 waren 21 Schüler, sechs Lehrkräfte und ein Dolmetscher aus Jiujiang in Hohenwestedt zu Gast gewesen, hatten bei Familien von SHG-Schülern Quartier bezogen, am SHG-Unterricht teilgenommen und Ausflüge an Nord- und Ostsee unternommen (wir berichteten). Möglich gemacht hatte den Besuch der Chinesen SGH-Leiter Hans Christian Behrendt, der spontan zusagte, als er im April 2013 von der Deutschen China-Gesellschaft (DCG) gefragt wurde, ob die SHG bereit wäre, kurzfristig eine Schülergruppe aus Jiujiang aufzunehmen, die statt der für 2014 beantragten Ausreisegenehmigungen versehentlich Visa für 2013 erhalten hatte.

Klar, dass Behrendt nun auch zur Gegenbesuchs-Delegation gehört. In die Gestaltung eines besonderen Gastgeschenks für seine Schulleitungskollegen von der „First Middle School of Jiujiang“ (Tischkalender mit Fotos aus Schleswig-Holstein) hat der Oberstudiendirektor viel Arbeit investiert. „Solche Gastgeschenke sollten wir gern mitnehmen, denn die gelten als Ausdruck persönlicher Achtung und Wertschätzung“, weiß Behrendt. Weitere Gastgeschenke sind USB-Sticks mit sämtlichen Vorträgen (zu Themen wie Landesgeschichte, SHG, Umweltschutz oder schleswig-holsteinische Essgewohnheiten), welche die Hohenwestedter Schüler für ihre chinesischen Gastgeber vorbereitet haben.

„Das werden keine Ferien, uns erwartet ein anspruchsvolles Programm“, stellt Behrendt fest, „wir sind praktisch rund um die Uhr auf den Beinen, anschließend werden wir so richtig urlaubsreif sein.“ Das China-Abenteuer startet am 16. April, wenn sich alle Reiseteilnehmer um 11 Uhr an der SHG treffen, um mit dem Bus nach Hamburg zu fahren, wo sie um 14.50 Uhr abheben und über Amsterdam nach Shanghai (Ankunft: 10 Uhr Ortszeit) fliegen. Nach Sightseeing in Shanghai, Suzhou und Hangzhou, geht es für die die Hohenwestedter nach Jiujiang, „als erste Schülergruppe aus Deutschland, wahrscheinlich sogar als erste aus Europa“, wie Behrendt anmerkt. Zum Abschluss der Reise steht die Hauptstadt Peking auf dem Programm.

„Das ist ein traumhaftes Programm“, lobt Behrendt die von der DCG organisierte Reise. „Wir wollen den Klimawald-Gedanken mit nach China nehmen“, sagt der Leiter von Deutschlands erster „Klimawald-Schule“, „nach dem letzten Bericht sollte jedem klar sein, dass der Klimawandel gravierende Folgen für die Menschheit mit sich bringt und dass wir unsere Augen vor diesem Thema nicht verschließen dürfen.“



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