zur Navigation springen

Owschlag : Schule wird Ausgabestelle für die Tafel

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

56 Kunden, darunter 24 Kinder, werden von der Owschlager Tafel allwöchentlich versorgt.

shz.de von
erstellt am 22.Okt.2014 | 06:00 Uhr

Appetitlich aufgereiht stehen die grünen Kisten, gefüllt mit Lebensmitteln, nebeneinander. Die neue Ausgabestelle der Rendsburger Tafel ist im ehemaligen Kiosk der Grund- und Regionalschule Owschlag eröffnet worden und hat zukünftig immer Dienstags ab 15 Uhr geöffnet.

Seit sechs Jahren gibt es die Tafel für Bedürftige in Owschlag. Gegründet wurde sie von Erika Sorkale, der Vorsitzenden des Diakonieausschusses der Kirchengemeinde, und der damaligen Sozialarbeiterin der Gemeinde Gudrun Danneill. Bisher fand die wöchentliche Essensausgabe in der privaten Garage von Erika Sorkale statt. „Im letzten Winter habe ich gesagt, das ist das letzte Mal, dass wir so frieren und die Lebensmittel mit Wolldecken schützen müssen“, berichtet Sorkale. Bürgermeisterin Christiane Ostermeyer und Sozialarbeiterin Anja Mildner setzten sich für einen festen Raum im Schulgebäude ein. Schulleiterin Astrid Heinig-Laabs und der Schulausschuss des Amtes Hüttener Berge waren einverstanden und so wurde im Kiosk der Schule Raum für die Tafel geschaffen.

Zur Eröffnung überreichte der Koordinator der Rendsburger Tafel Volker Sieglind Erika Sorkale einen Blumenstrauss und dankte ihr und dem ganzen Team der ehrenamtlichen Helfer für das Engagement. „Da die Zahl der Bedürftigen zugenommen hat, unter anderem durch den Anstieg der Asylbewerber, wurde es nötig, einen festen Raum zu bekommen“, betont Sieglind. „56 Personen, darunter 24 Kinder, holen jede Woche Nahrungsmittel bei uns ab. Ich bin sehr froh, dass ich so viele ehrenamtliche Helfer habe“, zeigt sich Sorkale dankbar.

Die Lebensmittel, die von Händlern aus Rendsburg und Umgebung kommen, werden zur Zeit noch von den Helfern mit Privatautos aus der zentralen Verteilstelle in Osterrönfeld abgeholt. „Das wird sich ab Januar ändern. Dann wird die Ware mit Tafelfahrzeugen nach Owschlag gebracht“, verspricht Sieglind. Viele Nahrungsmittel bekomme sie auch direkt aus Owschlag, so seien die beiden örtlichen Bäckereien und auch der Edekamarkt Haas & Haas sehr großzügig, freut sich Sorkale und berichtet: „Wir bekommen auch viele Spenden von Privatleuten. Eine Dame kaufte in den vergangenen beiden Jahren Adventskalender für alle Kinder, eine andere Owschlagerin strickte viele Strümpfe und verschenkte diese über die Tafel.“

Auch von den Bedürftigen erhalte sie viel positive Resonanz, erzählt Sorkale. So habe ihr ein Kunde den Besen aus der Hand genommen und das Laubfegen für sie übernommen und zu Weihnachten habe sie selbstgebackene Kekse und Dankesbriefe erhalten. „Wir sind eine eingeschworene Gemeinschaft und gerne werden auch Rezepte ausgetauscht“, lächelt Sorkale und zeigt, wieviel Freude ihr das ehrenamtliche Engagement bringt.

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen