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Feine „Kumpels“ : Schule Mastbrook kann auf einen Landestitel hoffen

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Aus der Redaktion der Landeszeitung

Im Wettbewerb „Pädagogik der Vielfalt“ des Ministeriums ist die Einrichtung unter den ersten Zehn platziert. Das Projekt „Buddys“ steht im Vordergrund. Die Jury hat sich für den 22. Mai angesagt.

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erstellt am 07.Mai.2014 | 13:19 Uhr

Ein Strichmännchen schlägt einen Purzelbaum, zwei Mädchen lassen die Zöpfe fliegen, ein Kind hat dunkle, ein anderes gelbe Haut. Das Laune machende neue Logo ist geschmückt mit der stilisierten Hochbrücke. Es ziert das Schreiben, mit dem die Schule Mastbrook sich um den landesweit erstmals zu vergebenden Titel „Schule des Jahres“ beworben hat. Einen ersten bemerkenswerten Erfolg kann die Einrichtung bereits verbuchen. Sie wurde beim Wettkampf des Bildungsministeriums mit dem Schwerpunktthema „Pädagogik der Vielfalt“ unter die besten Zehn eingestuft. Möglich gemacht hat das eine Gruppe ganz besonderer „Kumpel“.

Mit „Freund“ oder eben auch „Kumpel“ lässt sich der Begriff „Buddy“ übersetzen. Eine Gruppe von Jungen und Mädchen, die diesen Namen tragen, wurde unter der Regie von Schulsozialarbeiterin Stephie Johannsen am Beginn des Schuljahres ins Leben gerufen (wir berichteten). Die an ihren grünen Westen zu erkennenden 16 Kinder aus den beiden vierten Klassen sollen Vorbilder für die etwa 200 übrigen Schüler sein. Für diese übernehmen sie Verantwortung und greifen bei Auseinandersetzungen helfend ein. Sie entwickeln soziale Fähigkeiten und geben Wissen, etwa in Erster Hilfe, weiter. Bei ihrer Tätigkeit sollen sie auch Blick und Gespür für diejenigen entwickeln, die in den Pausen abseits stehen. Für die nächste Zukunft ist geplant, dass die „Buddys“, die alle zwei Wochen eine Stunde lang geschult werden, sich mit ihren Mitschülern zwischen den Unterrichtsstunden zum Fußball oder bei Gesellschaftsspielen treffen.

Schulleiter Detlef Vogel erinnert daran, dass die Gründung der „Buddys“ ihren Ursprung in einer Reihe von Maßnahmen zur Gewaltverhütung hat, die unter anderem von seinem Vorgänger Thomas Albert initiiert und forciert wurden und heute noch lebendig sind. Dazu zählen das Projekt „Faustlos“, Selbstbehauptungskurse, Sport gegen Gewalt und Sport für Mädchen.

Nachdem Mastbrook sich neben 26 Konkurrenten aller Schularten in der Theorie behauptet hat, steht die praktische „Prüfung“ noch aus. Für Donnerstag, 22. Mai, hat eine Jury aus Experten ihren Besuch in Mastbrook angekündigt. Ihre Mitglieder werden auch im Unterricht „Mäuschen spielen“.

Die „Schule des Jahres“ wird mit einem Preisgeld von 10 000 Euro bedacht. Für weitere Platzierungen sind 2000 Euro ausgelobt. Die Siegerehrung findet am 16. Juni in Kiel statt.

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