zur Navigation springen
Landeszeitung

24. November 2017 | 17:57 Uhr

Schule kämpft mit Platzmangel

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Steigende Schülerzahlen in Deutschklassen für Flüchtlingskinder: Bildungsstätte in der Moltkestraße braucht mehr Raum

von
erstellt am 23.Mai.2016 | 11:46 Uhr

Logisches Denken ist keine schwere Rechenaufgabe: „Wir haben mehr Schüler, also brauchen wir mehr Platz.“ Die Leiterin der Schule Neuwerk, Renate Flindt, beschreibt die Raumnot an der Grundschule in der Moltkestraße. Die Bildungsstätte ist seit Beginn dieses Schuljahres zu einem Zentrum für Deutsch als Zweitsprache (DaZ) für Flüchtlingskinder geworden. „Ursprünglich wurde von einer Lerngruppe mit 15 Schülern ausgegangen“, sagt die Schulleiterin. Doch diese Zahl habe sich verdoppelt. „Im Durchschnitt unterrichten wir 30 Kinder.“ Daher müsse dringend eine Lösung gefunden werden, um weiterhin die Aufgaben erfüllen zu können.

Die Stadt Rendsburg hat einen Vorschlag vorbereitet. Die Empfehlung soll morgen den Mitgliedern des Ausschusses für Bildung, Kultur und Sport in ihrer Sitzung um 17.30 Uhr in der Schule Neuwerk vorgestellt werden. Das Konzept sieht vor, zum Schuljahr 2016/17 einen Container für einen Klassenraum und für einen Gruppenraum aufzustellen. Zurzeit befindet sich die DaZ-Klasse mit Flüchtlingskindern im Alter von sechs bis elf Jahren, die überwiegend aus Syrien, Afghanistan und dem Irak stammen, in der ehemaligen Hausmeisterwohnung. „Doch dort ist es viel zu eng“, weiß Renate Flindt. Das sei auf Dauer kein haltbarer Zustand.

„Die Schule Neuwerk ist an ihre räumlichen Grenzen gekommen“, bestätigt auf Nachfrage Herbert Schauer, Fachbereichsleiter Bürgerdienste im Rathaus. Daher soll nicht nur der Kauf eines Containers die Situation entschärfen. Eine weitere Anregung betrifft den Computerraum. Die Idee lautet, den PC-Unterricht mobil zu organisieren. Das heißt, in der Schule wird flächendeckend eine WLAN-Versorgung eingerichtet und die Schüler werden mit mobilen Geräten unterrichtet. „Und aus dem aufgelösten PC-Raum kann ein Klassenzimmer werden“, schildert Renate Flindt den Plan, zusätzlichen Platz zu schaffen. Denn die Flüchtlingskinder sollen neben ihrem Deutschunterricht in die Regelklassen integriert werden. Dafür muss der räumliche Rahmen stimmen.

Doch nicht nur durch die Funktion als DaZ-Zentrum ist in der Grundschule Neuwerk der Platzbedarf gestiegen. Generell steigt die Zahl der Kinder an der Schule mit derzeit zehn Klassen. Vor allem die Kooperation mit der Rendsburger Musikschule stößt auf großes Interesse. Kinder im „Musikprofil“ können im zusätzlichen Unterricht in der Musikschule ein Instrument lernen. Der übrige Musikunterricht wird in der Schule Neuwerk erteilt. Dafür wird bisher noch ein Raum im Keller genutzt. „Aber auch hier sind die räumliche Enge und die schlechten Lüftungsmöglichkeiten für alle belastend“, so Renate Flindt. Daher sollen der Musikraum und der Werkraum im Dachgeschoss getauscht werden.

„Die Sachkosten für das gesamte Projekt werden 103    000 Euro betragen,“ sagt Herbert Schauer. Die Mittel sollen im Nachtragshaushalt 2016/17 veranschlagt werden. Renate Flindt hofft auf Unterstützung: Denn: „Diese Vorschläge sind kein Wunschkonzept, sondern eine Notwendigkeit.“

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen