Büdelsdorf : Schulbau könnte günstiger werden

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Nur noch bis zu 18 Millionen Euro für neue Heinrich-Heine-Schule?

shz.de von
29. November 2013, 00:34 Uhr

Überraschung bei der Neubau-Planung für die Heinrich-Heine-Schule: Bürgermeister Jürgen Hein ist optimistisch, dass die bisher lediglich geschätzten Kosten deutlich unterschritten werden könnten. Beispiele von ähnlich gelagerten Schulneubauten in Schleswig-Holstein gäben berechtigten Anlass zu dieser Hoffnung, sagte er gestern gegenüber der Landeszeitung. Auf 17 oder 18 Millionen Euro zu kommen, sei nicht unrealistisch. Bisher war von 20 Millionen Euro die Rede.

Die entscheidende Kenngröße für die Stadt sei allerdings die Haushaltsmehrbelastung, die nach derzeitiger Berechnung bei 450 000 Euro jährlich für den Finanzierungszeitraum von 25 Jahren liegen werde, betonte der Verwaltungschef. Eingerechnet seien dabei auch die Einsparungen, die aus der Reduzierung von bisher fünf auf zwei Liegenschaften entstehen.

Bereits am Mittwochabend hat der Lenkungsausschuss für den Neubau bestimmt, wo die Schule errichtet werden soll. Die Mitglieder verständigten sich auf eine Fläche im Norden der Mehrzweckhalle und des benachbarten Parkplatzes. Dies war dem Gremium von der Stadtverwaltung nach Abwägung aller relevanten Belange wie Schallschutz, Erschließung und Verkehrsführung empfohlen worden. Die Möglichkeiten der inneren und äußeren Erschließung, der Verkehrsführung einschließlich des Hol- und Bringverkehrs und die Belange des Naturschutzes könnten in diesem Bereich am besten in Einklang gebracht werden, hieß es in der Begründung der Fachleute.

Auf dieser Grundlage werde der Vorentwurf zur Bauleitplanung erstellt, machte Bürgermeister Hein deutlich. Ende Januar kommenden Jahres soll der Entwurf im Rahmen der frühzeitigen Beteiligung den Bürgern vorgestellt werden. Zum Gesamtpaket Schulneubau gehören auch die Zusammenlegung der Emil-Nolde-Schule und der Friedrich-Ebert-Schule zu einem Grundschulzentrum am jetzigen Standort der Heinrich-Heine-Schule in der Akazienstraße. Hier werden zudem der kommunale Kindergarten „Liliput“ und die Stadtbücherei einziehen.

Bis zur Fertigstellung der neuen Heinrich-Heine-Schule im Jahr 2016 und des Grundschulzentrums soll der Raumbedarf durch mobile Container abgedeckt werden. Für die gymnasiale Oberstufe der Heinrich-Heine-Schule werden die Klassenzimmer aus Metall 24 Monate benötigt. Die neun Klassen der Emil-Nolde-Schule sollen übergangsweise auf dem Gelände der Friedrich-Ebert-Schule in der Sportallee 19 untergebracht werden. Dafür sind 36 Monate veranschlagt.

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