Büdelsdorf : Schulbau: Anwohner wollten Antworten

Wollten die Anwohner beruhigen: Bürgervorsteher Horst Eckert, Rainer Hinrichs und Carsten Pahl (von links).
Wollten die Anwohner beruhigen: Bürgervorsteher Horst Eckert, Rainer Hinrichs und Carsten Pahl (von links).

Ärger um den Schulneubau in Büdelsdorf: Bei einem Ortstermin wollten sich zahlreiche Anwohner informieren, ohne Einladung.

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12. März 2014, 12:20 Uhr

Als sich am Dienstag Mitarbeiter der Stadtverwaltung und Stadtvertreter zu einer Begehung des Areals für den Neubau der Heinrich-Heine-Schule trafen, waren auch fast vierzig Anwohner anwesend – ohne Einladung. Gern gesehen waren sie nicht. Ihm seien von einem Stadtvertreter sogar „Zwangsmaßnahmen“ angedroht worden, wenn er das Gelände nicht verlasse, berichtete ein Anwohner konsterniert.

„Heute findet nur eine interne Informationsveranstaltung statt“, machte der Erste Stadtrat Carsten Pahl deutlich, sichtlich bemüht, die Situation zu beruhigen. „Es werden hier keine Entscheidungen getroffen.“ Es werde Workshops zur Bürgerbeteiligung geben, Beratungen des Lenkungsausschusses und der Stadtvertretung würden öffentlich sein.

Dass der gesamte Baustellenverkehr für den Schulneubau über die Straßen „An der Kampkoppel“ und „Wacholderweg“ abgewickelt werden könnte, wurde von den Anwohnern heftig kritisiert. Ihnen seien Erwägungen der Verwaltung bekannt, diese Lösung aus Kostengründen zu beraten, sagten einige der Anwohner. Die schweren Baufahrzeuge würden die dafür nicht ausgelegten Straßen beschädigen. Für die Sanierung würden dann die Anwohner über Ausbaubeiträge zahlen müssen.

Bisher war im Gespräch, die Zufahrt über den Schulhof der bisherigen Emil-Nolde-Grundschule zu führen. Dazu müssten aber frühzeitig Container-Schulklassen südlich der Neuen Dorfstraße aufgestellt werden. Diese Maßnahme wurde auf 700 000 Euro geschätzt.

Diese Summe könnte gespart werden, wenn man die „Kampkoppel-Wacholderweg-Zufahrt“ nimmt. Aber diese berge zusätzlich eine große Gefahr, weil die genannten Straßen von vielen Schulkindern mit Fahrrädern befahren werden, argumentierten die Bürger.

„Ihr Signal ist angekommen“, beschwichtigte Rainer Hinrichs, Projektleiter der Stadt für den Neubau, die aufgebrachten Anwohner, die daraufhin nicht weiter auf eine Teilnahme an der Veranstaltung drängten. Zufrieden waren sie nicht.



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