zur Navigation springen
Landeszeitung

19. November 2017 | 04:15 Uhr

Faustball-Bundesliga : Schülper Kraftakt

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Trotz großer personeller Probleme holten die Bundesliga-Faustballerinnen des TSV Schülp am Doppelspieltag 6:2 Punkte aus vier Spielen.

shz.de von
erstellt am 24.Jun.2015 | 06:00 Uhr

Nachdem der letzte Ball geschlagen war, sanken die Bundesliga-Faustballerinnen des TSV Schülp erschöpft, aber auch erleichtert zu Boden. Das arg dezimierte Team von Trainer Rouven Schönwandt hatte den Doppelspieltag mit einer Bilanz von 6:2 Punkten abgeschlossen und Platz 4 in der Tabelle gefestigt. Dabei begann das Wochenende für die Schülperinnen mit einer 0:3-Niederlage auf eigenem Platz gegen den VfL Kellinghusen alles andere als gut. Doch danach ließen die Schönwandt-Schützlinge drei Siege folgen. Zunächst wurde der TV Jahn Schneverdingen daheim mit 3:2 niedergekämpft, tags drauf hielten sich die TSV-Mädchen gegen den VfK 01 Berlin (3:0) und den MTV Hammah (3:2) schadlos. „Dieses Wochenende war durch viel Kampfgeist und Zusammenhalt geprägt. Deutlich wurde, dass der starke Ehrgeiz über die Vernunft gesiegt hat, so dass so manche Spielerin die Tränen unterdrückte und an ihre Leistungsgrenze ging“, sprach Nadine Kowalczyk ihren Teamkolleginnen ein großes Lob aus.
 

TSV Schülp – VfL Kellinghusen 0:3 (7:11, 11:13, 9:11)
Die Schülperinnen gingen stark gehandicapt in den Heimspieltag. Viele Spielerinnen waren angeschlagen, gleich drei hätten eigentlich eine Zwangspause einlegen müssen. Doch die Schönwandt-Schützlinge bissen auf die Zähne – zunächst allerdings noch ohne Erfolg. Trotz großer Gegenwehr gewann der Landesrivale glatt mit 3:0, wobei besonders die Sätze zwei und drei hart umkämpft waren. Im dritten Durchgang führten die Gastgeberinnen bereits mit 7:3, ehe Jacqueline Böhmker und Anika Bruhn auf Kellinghusener Seite für die Wende im Spiel sorgten.
TSV Schülp – TV Jahn Schneverdingen 3:2 (7:11, 11:8, 10:12, 11:8, 11:9)
Im Gegensatz zum Auftaktspiel agierten die Gastgeberinnen gegen den TV Jahn Schneverdingen, der seinerseits den VfL Kellinghusen überraschend mit 3:1 bezwungen hatte, wesentlich konzentrierter. Vor allem die TSV-Abwehr stand sehr stabil und brachte viele gegnerische Angriffsschläge zurück ins Feld. Zudem profitierten die Schülperinnen von vielen Eigenfehlern der Jahn-Frauen. Und auch Schönwandts Taktik, munter durchzuwechseln und somit beim TV für Verwirrung zu sorgen, griff. Nach fünf spannenden Durchgängen hatten seine Schützlinge, knapp aber verdient das bessere Ende für sich.
 
VfK 01 Berlin – TSV Schülp 0:3 (7:11, 8:11, 6:11)
Der Personalsituation sah gegenüber dem Vortag noch schlechter aus, denn Yasmin Yasin plagten starke Migräneanfälle und füllte das Lazarett. Dennoch hatten die Schülperinnen gegen das Schlusslicht wenig Mühe, denn die Berlinerinnen resignierten ob des drohenden Abstiegs bereits. Nur Gelegentlich war ein Aufbäumen des Tabellenletzten zu erkennen, doch die TSV-Mädchen konterten prompt und siegten am Ende mühelos mit 3:0.
MTV Hammah – TSV Schülp 2:3 (11:9, 9:11, 12:10, 9:11, 4:11)
Der MTV Hammah ist und bleibt auch weiterhin nicht der Lieblingsgegner der Schülperinnen. Gute Abwehraktionen, präzise Zuspiele sowie punktreiche Angriffe der frischgebackenen Nationalangreiferin Jana Rapp machten es den Schülperinnen alles andere als einfach. Den auf dem Zahnfleisch kriechenden Gästen schien nach dem 1:2-Satzrückstand die Kraft auszugehen, als auf einmal auch der MTV Hammah nicht mehr viel entgegenzusetzen hatte. Die Schülperinnen witterten ihre Chance, mobilisierten letzte Reserven und drehten mit einem wahren Kraftakt schließlich die Partie.


Ganze sechs Tage haben die TSV-Mädchen Zeit, sich von den Strapazen des Doppelspieltages zu erholen. Am Sonntag steht in Wardenburg bereits der nächste Spieltag auf dem Programm, wo man auf den gastgebenden TSV Essel und den SV Moslesfehn trifft. Vor allem gegen den SV Moslesfehn dürften die Motivation bei den Schönwandt-Schützlingen groß sein, verlor man das Hinspiel doch mit 2:3. Und die personellen Voraussetzungen scheinen besser zu sein, als noch am vergangenen Spieltag. Schönwandt: „Am Montag habe ich positive Rückmeldungen hinsichtlich der Genesungen meiner Spielerinnen bekommen, so dass ich mich schon wieder auf das Wochenende freue.“

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert