zur Navigation springen

Handball-Pokal, Männer : Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg erst top, dann hopp

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Die HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg hat den Einzug in das Landespokal-Finale der Männer verpasst. Im entscheidenden Spiel unterlag das Team von Trainer Volker Paul der HSG Mönkeberg/Schönkirchen mit 22:39.

Das Viertelfinale im Handball-Landespokal hinterließ am Sonnabend bei Volker Paul, Trainer der HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg, gemischte Gefühle. Auf der einen Seite schlug sein Team im ersten Spiel den Oberligisten MTV Herzhorn mit 26:25 (11:10), auf der anderen Seite bezog es im darauffolgenden Vergleich mit dem Ligakonkurrenten HSG Mönkeberg/Schönkirchen mit 22:39 (10:20) eine herbe Klatsche. Ein Sieg hätte den Einzug ins HVSH-Final-Four bedeutet, der allerdings in dieser Verfassung unerreichbar war. „Ich muss meiner Mannschaft den Vorwurf machen, dass sie sich in der zweiten Hälfte gegen Mönkeberg aufgegeben hat. Allerdings war sie nach dem ersten Spiel auch platt“, sagte Paul.

Der HSG-Coach konnte vor allem aus beruflichen Gründen nur einen sehr schlanken Kader aufbieten. Es fehlten unter anderem Jens-Christian Woldt, Malte Pieper und Mark Walder, was einem Komplettausfall der linken Angriffsseite gleichkam. Von drei Keepern konnte nur Andreas Tietjens spielen und weitere Ausfälle kamen hinzu. Der Spielberichtsbogen wies trotz des Einsatzes zweier Spieler der zweiten und dritten Mannschaft demnach vier freie Plätze auf. Trotzdem reichte es im ersten Spiel gegen den ligahöheren MTV Herzhorn zum Sieg. Vor allem Niklas Ranft hatte sich gegen sein altes Team eine Menge vorgenommen, denn mit neun Treffern in nur 50 Minuten Spielzeit avancierte er zum erfolgreichsten Werfer auf dem Platz. Mit ihm bot Torwart Andreas Tietjens eine ebenfalls tolle Leistung. Die erste Führung in der Partie schaffte Westerrönfeld erst mit dem Pausenpfiff (11:10). In der zweiten Halbzeit musste Herzhorn lange hinterherlaufen, bis es 22:21 vorn lag. Die Schlussphase musste ohne den hinausgestellten Christopher Sawitzki stattfinden, doch Volker Paul hatte beim Stand von 25:25 für die letzten zwölf Sekunden den richtigen Spielzug parat, den der eingelaufene Finn Reick vom Kreis zum Sieg verwandelte. „Es war schön, gegen das klassenhöhere Team zu bestehen. Die Einstellung war richtig gut“, lobte Paul.

Damit war die Luft allerdings raus, auch weil mit Finn Kohnagel ein weiterer Spieler ausfiel. „Er hatte sich am Knie verletzt und wir haben ihn aus Vorsicht nicht mehr eingesetzt“, erklärte Paul. Mönkeberg war von der ersten Minute an präsenter und führte über 4:0 und 15:7 zur Pause bereits entscheidend mit 20:10. Danach änderte sich wenig, beim 30:17 war die HSG ebenso chancenlos wie zu Beginn und verlor letztlich mit 17 Toren Differenz. „In voller Kaderstärke wären die zwei Begegnungen für uns kein Problem gewesen, aber so war es grenzwertig. Viele mussten durchspielen oder auf ungewöhnlichen Positionen auflaufen. Mönkeberg hat verdient gewonnen“, meinte Paul, dessen Team sich nun voll und ganz auf die nächsten Aufgaben in der SH-Liga konzentrieren kann.

HSG Schülp/Westerrönfeld/RD – MTV Herzhorn 26:25 (11:10).

HSG Schülp/Westerrönfeld/RD: Tietjens – Sawatzki (3), Petriesas (3), Seeck, Jahn (1), Seehase (6/2), Ranft (9), Hartwig, Kohnagel, Reick (4).


HSG Schülp/Westerrönfeld/RD – HSG Mönkeberg/Schönkirchen 22:39 (10:20).
HSG Schülp/Westerrönfeld/RD: Tietjens – Sawatzki (3), Petriesas (1), Seeck (4), Jahn (1), Seehase (7/3), Ranft (3), Hartwig, Kohnagel, Reick (2).

zur Startseite
Karte

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen